Mythos Kelten? Auf Spurensuche in Europa

Mit dem Europäischen Kulturerbejahr 2018 will die Europäische Kommission den Blick auf das gemeinsame kulturelle Erbe auf dem Kontinent richten. Die Keltenwelt am Glauberg geht mit ihrer diesjährigen Sonderausstellung „Mythos Kelten? Auf Spurensuche in Europa“ der Frage nach, wie das Bild von den Kelten in Europa entstand, das die Menschen noch heute fasziniert.

sie stehen bereit_Version B.jpg

Noch ist nicht alles fertig. Die Banner mit dem Keltenfürsten vom Glauberg warten auf ihren Einsatz.
Noch ist nicht alles fertig. Die Banner mit dem Keltenfürsten vom Glauberg warten auf ihren Einsatz.

Die Kultur der Kelten fasziniert Menschen bis in die heutige Zeit. Einige ihrer Elemente, wie beispielsweise die keltische Kunst, wurden bis in die  Moderne weiter entwickelt. Es entstanden sogar völlig neue Elemente, die dem mythischen Volk nachträglich zugeschrieben werden. Die „Gallier“ Asterix und Obelix sind seit langem Stars der Comic-Fangemeinde. „Keltische“ Ziermotive liegen hoch im Trend bei modernem Schmuck und Tattoos. Sei es die Kunst der mittelalterlichen Buchmalerei in Irland oder die Celtic-Folk-Music und Fantasy-Literatur der Gegenwart - alles firmiert unter der Bezeichnung „keltisch". Kaum eine andere antike Kulturerscheinung Europas knüpft in solcher Weise an die Moderne an.
Doch was versteht die Wissenschaft unter dem Begriff „Kelten“? Welche Rolle spielen Archäologie, Sprachwissenschaft, Genetik, Politik und Gesellschaft bei der Begriffsbildung? Die Ausstellung zeigt die spannende Wissenschafts- und Ideengeschichte hinter den „Kelten“ auf. Sie stellt zudem die faszinierende Vielfalt an Sachkultur am Beispiel ausgewählter, bedeutender Exponate vor.

Eröffnet wird diese Präsentation am Vorabend des 27. März im Rahmen einer Feierstunde. Das Grußwort spricht Herr Patrick Burghardt, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Dauer der Ausstellung: 28. März bis 30. September 2018
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr