Die Sanierung des Residenzschlosses Arolsen 1987 – 2009.

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Die Sanierung des Residenzschlosses Arolsen 1987 – 2009.
Residenzschloss Arolsen

Die Sanierung des Residenzschlosses Arolsen 1987 – 2009.
Redaktion: Bernhard Buchstab, Birgit Kümmel, 2009.
ISBN 978-3-8062-2327-9 / 19,80 €

Im Jahr 2009 konnte nach 24-jähriger Bauzeit eine der umfangreichsten gegenwärtigen Restaurierungsmaßnahmen der hessischen Denkmalpflege abgeschlossen werden. 1986 war es gelungen, die dringend notwendigen Arbeiten am Residenzschloss Bad Arolsen aufzunehmen.

Die bedeutende barocke Residenz hatte Julius Ludwig Rothweil für den 1711 in den Fürstenstand erhobenen Graf Anton Ulrich von Waldeck geschaffen. Neben dem prächtigen Schloss entwarf Rothweil auch die Ausbaupläne für die 1719 offiziell als Stadt gegründete Planstadt, die bis heute als Beispiel einer kleinen barocken Residenzstadt von über Hessen hinausreichender Bedeutung ist. Gerühmt als kleine Nachbildung von Versailles gehört das Schloss mit seiner reichen Innenausstattung zu den repräsentativsten Anlagen Hessens.

Wegen dieser großen Bedeutung wurde die Residenz schon 1986 als Baudenkmal von nationaler kultureller Bedeutung anerkannt und damit in das Förderprogramm des Bundes (damals des Innenministeriums, heute des Beauftragten für Kultur und Medien) aufgenommen.

Ziel der Baumaßnahme war es, den überkommenen Bestand weitestgehend zu belassen und ihn unter konservatorischen Gesichtspunkten zu sichern. Die vorzüglichen Stuckarbeiten von Andrea Gallasini und die Deckengemälde von Carlo Ludovico Castelli erforderten die besondere restauratorische Aufmerksamkeit. Schließlich wurden für den Garten ein Pflegeplan erstellt, die Stützmauern und Gartenplastiken instand gesetzt und der Schlosshof nach längerer Diskussion nach einem einvernehmlich entwickelten Pflasterplan angemessen neu gestaltet.

Auf einen einleitenden Teil mit einer kleinen Landesgeschichte folgen Beiträge zum Eigentümer, der Waldeckischen Domanialverwaltung, und grundsätzliche Aspekte der Restaurierung aus Sicht der Denkmalpflege. Es folgen Beiträge zu technischen und restauratorischen Aspekten konkreter Maßnahmen sowie zu kunsthistorischen Themen.

Ein Beitrag über den unvollendeten Park und den Westflügel als Ausstellungsort beschließt den reich bebilderten Band.