100 Jahre Denkmalschutzgesetz in Hessen. Geschichte – Bedeutung – Wirkung.

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100 Jahre Denkmalschutzgesetz in Hessen. Geschichte – Bedeutung – Wirkung.
Jagdschloss Kranichstein bei Darmstadt

100 Jahre Denkmalschutzgesetz in Hessen. Geschichte – Bedeutung – Wirkung.
Symposium 100 Jahre Denkmalschutzgesetz im Jagdschloss Kranichstein, Darmstadt-Kranichstein, am 19. August 2002.
Redaktion: Dieter Griesbach-Maisant, Daniel Rahn, 2003.
ISBN 978-3-8062-1855-8 / 9,80 €

Am 19. August 2002 veranstaltete das Landesamt für Denkmalpflege Hessen im Jagdschloss Kranichstein bei Darmstadt ein Symposium zum 100. Geburtstag des ersten modernen Denkmalschutzgesetzes, das Großherzog Ernst Ludwig für das Gebiet des damaligen Großherzogtums Hessen am 16. Juli 1902 erlassen hatte. Das vorliegende Arbeitsheft dokumentiert die von Denkmalpflegern, Historikern und Juristen gehaltenen Vorträge, ergänzt durch einen weiteren Aufsatz zum Thema.

Die Modernität des hessischen Gesetzes war zu seiner Entstehungszeit schnell erkannt und umgehend gewürdigt worden. In seiner berühmten Straßburger Festrede von 1905 bezeichnete Georg Dehio das Gesetz als „wohl das Maximum dessen, was heute erreicht werden kann“.

Man hatte in Hessen die Forderungen der Heimat- und Denkmalschutzbewegung der Jahrhundertwende aufgegriffen, außerdem durch fortschrittliche, kulturpolitisch agierende Persönlichkeiten massive Unterstützung erfahren. Dies verhalf dem Gedanken des Kulturgutschutzes zum Durchbruch und die von Hessen ausgehende Initiative konnte zum Ausgangspunkt für entsprechende Bemühungen in anderen deutschen Staaten werden.
Die Grundideen des Gesetzes hatten auch nach 1945 Gültigkeit und gingen in die aktuellen Denkmalschutzgesetze der Länder der Bundesrepublik Deutschland ein.

Im Anhang des Arbeitsheftes sind das Denkmalschutzgesetz von 1902 wie auch das aktuell gültige vom 5. September 1986 vollständig im Wortlaut wiedergegeben.