Hortus ex Machina. Der Bergpark Wilhelmshöhe im Dreiklang von Kunst, Natur und Technik.

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Hortus ex Machina. Der Bergpark Wilhelmshöhe im Dreiklang von Kunst, Natur und Technik.
Hortus ex Machina. Der Bergpark Wilhelmshöhe im Dreiklang von Kunst, Natur und Technik.

Hortus ex Machina. Der Bergpark Wilhelmshöhe im Dreiklang von Kunst, Natur und Technik.
Internationales Symposium des Deutschen Nationalkomitees von ICOMOS, der Museumslandschaft Hessen Kassel und des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen.
Redaktion: Sandra Kress, Jennifer Verhoeven, 2010.
ISBN 978-3-8062-2382-8 / 19,80 €

Seit ihrer Erbauung gehören der Herkules und die Wasserspiele im Bergpark Wilhelmshöhe zu den großartigen Anziehungspunkten Kassels und stellen europaweit eine Attraktion dar, die bis in unsere Gegenwart anhält.
Die über Jahrhunderte gewachsene, imposante Gartenlandschaft am Berghang des Habichtswalds konnte jedoch nur im Zusammenhang von ehrgeizigem künstlerischem Interesse, naturwissenschaftlichen Kenntnissen und Überwindung großer ingenieurstechnischer Leistungen entstehen.

Initiator und geistiger Schöpfer dieses künstlerischen Werkes war Landgraf Karl von Hessen-Kassel. Er legte mit der Wahl eines topographisch markanten Hangareals oberhalb des ehemaligen Schlosses Weißenstein im ausgehenden 17. Jahrhundert den Grundstein für eine Form der fürstlichen Selbstdarstellung, die seine Nachfolger aufgriffen und weiterentwickelten.

Nicht nur die Fortentwicklung des barocken Leitgedankens bis ins 19. Jahrhundert, das Wasser ins Zentrum der gartenkünstlerischen Inszenierung zu stellen und Staffagebauten mit Denkmalcharakter als Zeichen fürstlicher Macht zu errichten, sondern auch die Monumentalität und die hohe Qualität der gestalterischen Umsetzung machen den Bergpark zu einem Gesamtkunstwerk.

Auf dem Weg zur Eintragung des Bergparks Wilhelmshöhe in die Welterbeliste der UNESCO hatte das Landesamt für Denkmalpflege Hessen zusammen mit dem Deutschen Nationalkomitee von ICOMOS und der Museumslandschaft Hessen Kassel im Mai 2009 eine internationale Tagung veranstaltet, um das von der UNESCO für eine Welterbestätte geforderte Alleinstellungsmerkmal für Kassel nicht nur zu konkretisieren und wissenschaftlich zu untermauern, sondern auch in einen internationalen Kontext zu bringen.