Heinrich Dehn-Rotfelser (1825-1885). Reisetagebücher

AH-27_750.jpg

Heinrich v. Dehn-Rotfelsers Tagebücher 1844, 1845 und 1853, Foto: Ute Brunzel
Heinrich v. Dehn-Rotfelsers Tagebücher 1844, 1845 und 1853, Foto: Ute Brunzel

ediert und kommentiert von Marianne Heinz
Darmstadt 2015
360 Seiten, 474 Abbildungen
ISBN 978-3-8062-3303-2, Preis: 29,90 €

Der Architekt Heinrich v. Dehn-Rotfelser (1825-1885) ist dem Kunsthistoriker und Forscher historischer Museumsarchitektur allein durch das nach seinen Plänen 1870-1877 entstandene „Gemäldegalerie-Gebäude“ an der Schönen Aussicht in Kassel bekannt, der heutigen Neuen Galerie der Museumslandschaft Hessen Kassel.

Die Lektüre seiner Reisetagebücher aus den Jahren 1843, 1844 und 1853 lenkt das Interesse auf den Denkmalpfleger v. Dehn-Rotfelser. In Kassel ausgebildet und als Hofbaumeister und Akademieprofessor tätig, gilt er als Pionier der hessischen Denkmalpflege. Mit ersten publizierten Bauaufnahmen, Inventaren und Denkmallisten historischen Baubestandes war v. Dehn-Rotfelser wesentlich an der Institutionalisierung der Denkmalpflege in Hessen beteiligt.

Die Tagebücher, mit zahlreichen Zeichnungen und Skizzen ausgestattet, dokumentieren seine Reisen ins Rheinland, nach Belgien und an den Rhein, nach Baden-Württemberg und Bayern. Sie eröffnen vielfältige Einblicke in die Denkweise des jungen Architekturstudenten und kennzeichnen sein kritisches Urteilsvermögen und gezieltes Interesse an den wachsenden Aufgaben des Denkmalpflegers in der Zeit des Historismus.