Hessische Exponate für Berlin

Am Montag 10. September sind sechs große Kisten aus Wiesbaden auf den Weg nach Berlin transportiert worden. Darin befinden sich ausgewählte Fundobjekte, die während der vergangenen zwei Jahrzehnte in Hessen bei archäologischen Untersuchungen oder Prospektionen geborgen wurden.

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Bereits hochkarätig bestückt, werden die Kisten nun für den Transport vorbereitet.
Bereits hochkarätig bestückt, werden die Kisten nun für den Transport vorbereitet.

Ab dem 21. September 2018 werden sie – bis zum 6. Januar 2019 – als Teil einer einmaligen Ausstellung im Gropius Bau zu sehen sein, die unter dem Titel „Bewegte Zeiten – Archäologie in Deutschland“ steht.

Vereint in einer Ausstellung werden die spektakulärsten archäologischen Neufunde der vergangenen 20 Jahre in Deutschland von der Steinzeit bis ins 20. Jahrhundert präsentiert. Mehr als 1.000 Exponate verdeutlichen in vier Modulen die Themen Mobilität, Konflikt, Austausch und Innovation und beleuchten auf persönlicher, wirtschaftlicher und religiöser Ebene die überregionalen Auswirkungen.

Bei der Auswahl der hessischen Funde herausgekommen ist eine bunte Mischung aus aktuellen Ausgrabungsergebnissen, neuen Forschungserkenntnissen und unerwarteten Einblicken in die Archäologie und Geschichte Hessens. Sind manche der Objekte auch auf den ersten Blick unscheinbar, so geben sie doch alle Aufschluss über die Lebensumstände, erstaunlichen Errungenschaften und weitreichenden Verbindungen unserer Vorfahren in jenem Raum, der einmal Europa werden sollte. Ein „Highlight“ stellt sicherlich die Präsentation des berühmten Pferdekopfes aus der römischen Stadtgründung Lahnau-Waldgirmes (Lahn-Dill-Kreis) dar, der ab Mitte November für sechs Wochen in Berlin zu sehen sein wird.

Hintergrund ist das Leitthemas "Europa: Austausch und Bewegung" anlässlich des Europäischen Kulturerbejahres 2018, das von der Europäischen Kommission ausgerufen wurde. In diesem Kooperationsprojekt des Verbandes der Landesarchäologen (VLA) mit dem Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin präsentieren 16 Bundesländer aufsehenerregende Funde sowie neueste Erkenntnisse aus der Archäologie der letzten Jahre. Die Schirmherrschaft hat der deutsche Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier übernommen. Gefördert wird dieses Projekt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) Monika Grütters und dem Kuratorium Preußischer Kulturbesitz.


Rahmendaten zur Ausstellung
Wann:                         21.09.2018 bis 06.01.2019
Wo:                             Gropius Bau Berlin, Niederkirchnerstr. 7, 10963 Berlin
Anfahrt:                      U-Bahn Linie 2: Potsdamer Platz
                                   S-Bahn-Linien 1, 2, 25: Potsdamer Platz oder Anhalter Bahnhof
                                   Busse M 29: S Anhalter Bahnhof, M 41 und 123: Abgeordnetenhaus
Öffnungszeiten:          Montag bis Sonntag 10:00 bis 19:00 Uhr, Dienstag geschlossen
Eintritt:                       12,00 Euro, ermäßigt 6,00 Euro