Einladung zur ersten Exkursion des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen nach Todenhausen und Wiesenfeld in Mittelhessen am Sonntag, den 6. Mai 2018, 09:30 – 17:30 Uhr

Im Rahmen unseres Projektes „Je trouve ici mon asile – Ich finde hier meine Zuflucht“ bieten wir drei Exkursionen zum baulichen Erbe der Hugenotten und Waldenser in Hessen an. Wir laden Sie herzlich ein, mit uns gemeinsam die Spuren des baulichen Erbes der Hugenotten und Waldenser in Todenhausen und Wiesenfeld zu erkunden.

Historische Karte der Gegend Todenhausen 1720-32 Hessisches Staatsarchiv Marburg P II 10075 Ausschnitt_Artikelbild.jpg

Historische Karte der Gegend Todenhausen 1720-32
Historische Karte der Gegend Todenhausen 1720-32

Wiesenfeld im Burgwald und Todenhausen nördlich von Marburg sind zwei sehr unterschiedliche Hugenotten- und Waldenserorte. Todenhausen wurde 1720 als Kolonie für Glaubensflüchtlinge neu gegründet. Die planmäßige Anlage mit regelmäßiger Bebauung ist dem Ort heute noch anzusehen. In Wiesenfeld hingegen gab es bereits eine bis ins 13. Jahrhundert zurückreichende Niederlassung eines geistlichen Ritterordens, die im Zuge der Reformation aufgehoben worden war. 1755 fanden 23 Flüchtlingsfamilien in Wiesenfeld ein neues Zuhause. Sie übernahmen die älteren Gebäude (das Steinhaus von 1507, die gotische Kirche von 1260), errichteten aber auch neue Fachwerk-Wohnhäuser.

Im Rahmen von Ortsbesichtigungen wollen wir den Umständen der Ansiedlung und den Lebensverhältnissen der Hugenotten und Waldenser im 18. Jahrhundert nachspüren. Auch die denkmalpflegerischen Herausforderungen zum Erhalt der Siedlungen werden Thema sein.

Kontakt:
Dr. Katrin Bek, Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege
Schloss Biebrich, 65203 Wiesbaden
Katrin.Bek@lfd-hessen.de
Tel: 0611.6906-174