Ehemaliger Verkaufskontor der Farbwerke Höchst in Frankfurt

Fassade_750.jpg

Ansicht der Fassade, Verkaufskontor der Farbwerke Höchst AG
Ansicht der Fassade

Preisträger: Pensionskasse der Mitarbeiter der Höchst-Gruppe VVaG

Preis: Sonderpreis

Verkaufskontor, Kennedyallee 76 in Frankfurt am Main

Das Bauvorhaben eines Neubaus für den Verkaufskontor der Farbwerke Hoechst AG wurde 1956 von den Architekten Max Meid und Helmut Romeick realisiert. Der Neubau diente der Verwaltung und als Arzneimittellager des Verkaufskontors der Farbwerke Hoechst AG. 

Das neue Gebäude wurde als Stahlbetonskelettbau errichtet. Die Fassaden verkleidete man mit italienischem Travertin und braun-roten Verblendriemchen in den  Brüstungsfeldern und den Fenstern.

2013-15 stand eine umfassende Sanierung für die Pensionskasse der Mitarbeiter der Hoechst-Gruppe an. Hauptbauaufgabe war die energetische Ertüchtigung, der Rückbau der neuzeitlichen Kunststofffenster und eine Grundrissänderung für die neuen Nutzer.

Die Travertinfassade wurde mit einer hinterlüfteten Wärmedämmung ausgestattet, die Brüstungsfelder mit verklebten Ziegelriemchen versehen. Materialwahl, Farbgebung und Fugenschnitt basieren konsequent auf bauzeitlichem Befund. 

Im Inneren konnte die Haupterschließung mit der schwarzen Granittreppe als integraler Bestandteil des Baudenkmals erhalten werden. 

Hervorzuheben ist die Rekonstruktion des äußeren Erscheinungsbildes und der Rückbau jüngerer Veränderungen mit dem Ziel, das Gebäude im Sinne der Bauzeit wiederherzustellen. 

Trotz des erheblichen Verlusts an originaler Bausubstanz ist die Sanierung als positives Beispiel für die energetische Modernisierung eines vergleichsweise jungen Baudenkmals und wird deshalb mit einem Sonderpreis des Hessischen Denkmalschutzpreises für energetische Sanierung ausgezeichnet.