Rathaus in Frankfurt-Fechenheim

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Rathaus in Frankfurt-Fechenheim
Rathaus in Frankfurt-Fechenheim

Preisträger: ABG Frankfurt Holding GmbH

Preis: Anerkennung und Urkunde

Rathaus in Frankfurt-Fechenheim, Pfortenstraße 1 in 60386 Frankfurt am Main

„Wir freuen uns ganz außerordentlich, dass das im Jahre 1902 erbaute Rathaus in Fechenheim in seiner ursprünglichen Gestalt wieder hergestellt ist. Denn als eines der wichtigsten Repräsentationsgebäude einer Stadt oder eines Ortes steht das Rathaus für das Selbstverständnis einer Stadt. Mit dem Kulturdenkmal von herausragender Bedeutung, identifizieren sich die Bürger, von ihm geht eine Strahlwirkung aus, die für das städtische Umfeld von großer Bedeutung ist", sagte Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen. Harzenetter dankte dem Engagement der ABG Frankfurt Holding Gmbh, die in kontinuierlicher Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt der Stadt Frankfurt die aufwändige Sanierung der Straßenfassade, der Dachflächen und des Turms mit Umlauf ermöglicht habe. „Durch den wiederhergestellten Balkon ist es jetzt wieder möglich, die grandiose Aussicht weit über Fechenheim hinaus wieder zu genießen“, freute sich Harzenetter. Für ihr besonderes Engagement bei der Wiederherstellung der Straßenfassade und ihrer aufwändigen Schmuckelemente sei das Engagement der ABG Frankfurt Holding GmbH nicht hoch genug zu schätzen und werde mit einer ausdrücklichen Belobigung im Rahmen der Verleihung des hessischen Denkmalschutzpreises 2015 gewürdigt.

Das in den Formen der Neurenaissance erbaute, plastisch gegliederte Gebäude mit den dominierenden Giebeln ist ein herausragendes Kulturdenkmal im Frankfurter Stadtteil Fechenheim. Auffallend ist das Zierfachwerk in den Giebelflächen, das steile, schiefergedeckte Dach mit hoch aufragendem Dachreiter und der umlaufende Balkon. 

In Absprache mit dem Denkmalamt der Stadt Frankfurt a.M. hat die ABG FRANKFURT HOLDING im ersten Bauabschnitt bis 2013 die komplette Straßenfassade, die Dachfläche zur Straße und den Turm zu sanieren lassen. Im zweiten Bauabschnitt wurde ab Januar 2014 das Dach an der Rückseite saniert, sodass die komplette Dachfläche, einschließlich der Gauben, denkmalgerecht mit Schiefersteinen gedeckt ist. 

Alle Holzbauteile inklusive der Türen wurden aufgearbeitet und auf Grundlage einer restauratorischen Voruntersuchung in ihrer bauzeitlichen Fassung gestrichen.