Künstlerkolonie Mathildenhöhe ist ab sofort auf der deutschen Tentativliste für das Weltkulturerbe

Künstlerkolonie-Mathildenhöhe.jpg

Künstlerkolonie Mathildenhöhe
Künstlerkolonie Mathildenhöhe

Die Künstlerkolonie Mathildenhöhe Darmstadt ist in die Deutsche Tentativliste aufgenommen. Am 12. Juni 2014 hat die Kultusministerkonferenz (KMK) ihre Entscheidung über künftige Nominierungen aus Deutschland für den Eintrag in die UNESCO-Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt bekanntgegeben.

Von den eingereichten einunddreißig Bewerbungen wurden sieben in der Kategorie 1 eingestuft, für die der außergewöhnliche universelle Wert und das Kriterium "Filling the Gaps" anerkannt wurden. Die Reihenfolge für eine Einschreibung in die Welterbeliste ab 2016 wurde ebenfalls festgelegt. Danach kann die Künstlerkolonie auf Platz 4 im Jahr 2019 der UNESCO vorgelegt werden. Der Antrag Darmstadt sei bereits gut entwickelt, so die KMK.

Der Fachbeirat, der im Auftrag der KMK die Evaluierungen vorgenommen hat, erkennt die Künstlerkolonie als wichtigen Schnittpunkt in der Entwicklung der Künste und der Architektur auf dem Weg in die Moderne des 20. Jahrhunderts an (Kriterium ii) und hält sie für ein hervorragendes Beispiel eines architektonischen Ensembles (Kriterium iv). Die Mathildenhöhe habe in besonderer Weise die Wende vom Jugendstil zur Moderne eingeleitet. Die Landesausstellungen und die voll eingerichteten Wohn-Meisterhäuser waren inszenierte neue Lebenswelten und stellten beispiellose Neuerungen dar. Architektonische Elemente der späteren "klassischen Moderne" wurden hier vorgedacht. Außerdem werden der Künstlerkolonie Integrität und Authentizität bescheinigt.

Besonders gewürdigt werden auch die bereits vorhandenen und in Arbeit befindlichen Managementstrukturen sowie die Bürgerbeteiligung.

Die Arbeitsgruppe Mathildenhöhe mit Christiane Geelhaar, Nikolaus Heiss, Renate Charlotte Hoffmann, Dr. Inge Lorenz und Mona Sauer die den Antrag erarbeitet hat, ist stolz auf das Ergebnis, das die Argumentation im Wesentlichen bestätigt und bedankt sich für die enge und fruchtbare Zusammenarbeit mit Dr. Jennifer Verhoeven und Prof. Dr. Gerd Weiß.

Für den angegebenen Zeitraum sind keine Pressemitteilungen vorhanden.