Drittes Advisory Board im Welterbe Bergpark Wilhelmshöhe ist erfolgreich zu Ende gegangen

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Herkules, Bergpark Kassel
Herkules, Bergpark Kassel

Mit einer Rückschau auf das erste Jahr als Welterbestätte und einem positiven Blick in zukünftige Projekte haben die Experten des dritten Advisory Boards ihre Sitzung im Kasseler Bergpark Wilhelmshöhe heute abgeschlossen.

An der letzten Sitzung unter Leitung von Prof. Dr. Gerd Weiß (Präsident Landesamt für Denkmalpflege Hessen und Welterbebeauftragter der hessischen Landesregierung), der zum 30.11.2014 in den Ruhestand geht, haben zum ersten Mal auch die Monitoring-Beauftragten Dr. Klaus-Henning von Krosigk, Dr. Doris Fischer und Dr. Michael Kummer teilgenommen, die für den Internationalen Rat für Denkmalpflege (ICOMOS) als externe Experten im Advisory Board eingesetzt werden.

„Das unabhängige Expertengremium des Advisory Boards hat vor allem eine beratende Tätigkeit im Umgang mit der Welterbestätte. Der international erfahrene Fachbeirat befasst sich aber auch mit zukunftsorientierten Projekten für eine nachhaltige Bewirtschaftung und Pflege des Bergparks Wilhelmshöhe. Mit den Monitoring-Beauftragten von ICOMOS haben wir qualifizierte Mitglieder dazugewinnen können", sagte Prof. Dr. Gerd Weiß.

Ein Thema, das bereits als Gegenstand der Sitzung im Vorjahr diskutiert wurde, betraf die erneuerbaren Energien in Form von Windkraftanlagen und ihr Einfluss auf allgemeine Schutzgüter wie Welterbestätten. Durch sogenannte Sichtfeldstudien sollen die Auswirkungen auf den Landschaftsbereich und auf Kulturdenkmäler wie dem Bergpark Wilhelmshöhe verdeutlicht werden. Die Experten des Advisory Boards waren sich einig, dass das methodische Vorgehen im Zusammenhang mit den Windkraftanlagen am Lindenberg vorbildlich ist und auf weitere Genehmigungsverfahren übertragen werden sollte.

Auch Umgestaltungsmaßnahmen im Kasseler Stadtbereich, wie die Neugestaltung der Goethestraße, wurden von den Fachleuten einvernehmlich befürwortet. Die Gremiumsmitglieder gaben eine Anregung, auch im Bereich der Wilhelmshöher Allee eine Empfehlung zur Beibehaltung bestehender Werbemaßnahmen im Bereich der Wilhelmshöher Allee gestaltete Verbesserungen anzustreben.
Das Verkehrserschließungskonzept Bergpark Wilhelmshöhe und damit die innere und äußere Parkerschließung für Besucher wurde ebenfalls gelobt. Darüber hinaus hat die Museumslandschaft Hessen Kassel neue Vermittlungsprogramme zum Thema Welterbe vorgestellt: u. a. das umgestaltete Besucherzentrum an der Wilhelmshöhe, neue Führungsformate und eine verstärkte Zusammenarbeit mit Schulen oder die Welterbepublikationen zu Park und Wasserspielen. In den Bereichen Bauunterhalt und Parkpflege haben die Fachleute der MHK über aktuelle Maßnahmen und Sachstände berichtet.

„Wir haben in unserem ersten Jahr als Welterbestätte bereits vielfältige Maßnahmen entwickelt, welche die didaktische Vermittlung des Themas Welterbe im Sinne der UNESCO vorantreiben und unseren Besuchern gleich bei der Ankunft unterstützende Informationen zu ihrem Aufenthalt an die Hand geben. Das neugestaltete Informationszentrum an der Wilhelmshöhe bietet einen idealen Einstieg in den Parkbesuch, und ein gemeinsam mit Stadt und KVG entwickeltes Verkehrskonzept erleichtert auch Auswärtigen die An- und Weiterreise", erläutert Prof. Dr. Bernd Küster (Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel.

Das Advisory Board ist als Nachfolge der Welterbe-Workshops entstanden, welche die Antragsstellung begleitet haben. Es wurde als beratendes Gremium gebildet, das den Erhalt der Welterbestätte unterstützen soll. Das Gremium setzt sich aus Experten zusammen, die zum Teil Mitglieder der Welterbe-Workshops waren.

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