Hannah Zimmermann ist neue Bezirksdenkmalpflegerin im Kreis Darmstadt-Dieburg und dem Hochtaunuskreis

Seit dem 1. November 2020 betreut Hannah Zimmermann als Bezirksdenkmalpflegerin den Kreis Darmstadt-Dieburg und den Hochtaunuskreis.

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Hannah Zimmermann im Biebricher Schlosspark
Hannah Zimmermann ist es wichtig, sich selbst als Teil in einer langen Tradition zu begreifen. „Besonders am Herzen liegt mir dabei die Einbeziehung der Menschen, die sich Denkmälern verbunden fühlen und sich für sie einsetzen.“

In enger Zusammenarbeit mit den Unteren Denkmalschutzbehörden ist sie für die Vorbereitung und Begleitung bundes- und landeseigener, städtischer, kirchlicher sowie herausragender privater Bauvorhaben zuständig. „In beiden Kreisen erwarten mich sehr spannende Projekte. Ich freue mich, sie mit den Partnern vor Ort weiter zu entwickeln und einen Beitrag zur Erhaltung der baulichen Kultur leisten zu können, von deren Zeugniswert die Gemeinden bis heute profitieren“, sagt Zimmermann.

Vom Nutzen der historischen Dimension

Der Kreis Darmstadt-Dieburg etwa sei durch seine Lage am Rande der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main-Neckar geprägt. Die landschaftlich sehr reizvoll gelegenen Städte und Gemeinden seien zukunftsorientiert und an der Erhaltung ihrer Kulturdenkmäler und ihrer Kulturlandschaften nachhaltig interessiert. „Wichtig ist mir, schon frühzeitig in bauliche Vorhaben eingebunden zu werden, denn nur so kann ich das spezifische, historische Wissen einbringen, so dass es als Grundlage für kontinuierliche bauliche Entwicklungen genutzt werden kann.“ Dies gelte auch für den international bekannten Hochtaunuskreis, dessen Einzugsgebiet sich abseits der großen, von Frankfurt ausgehenden Achsen befände. Insbesondere die am Südhang des Taunusgebirges gelegenen Städte und Dörfer seien als Bäder und Kurorte schon vor einhundert Jahren ebenso beliebt gewesen wie heute. „Entsprechend wollen die Bürgerinnen und Bürger ihre Immobilien und ihre Ortsbilder erhalten, um sie auch für nachfolgende Generationen zu bewahren. Das sind die besten Voraussetzungen für meine Arbeit.“

Zur Person

Schon immer hat sich Hannah Zimmermann für historische Gebäude interessiert: „Es war, als läge ein geschlossenes Buch vor mir, das ich lesen lernen wollte und je mehr ich über die Bauten herausfand, desto mehr war ich Teil ihrer Geschichte.“ Dieser Leidenschaft ist sie gefolgt und studierte Klassische Archäologie und Kunst-Medien-Kulturelle Bildung in Frankfurt. Durch Praktika im Denkmalamt der Stadt Frankfurt und der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz verstärkte sich ihr Wunsch, in der Praktischen Denkmalpflege tätig zu werden. Während des Masterstudiums der Denkmalpflege in Bamberg verschaffte sie sich schließlich umfassende Kenntnisse in allen für die Beratung und Begleitung von denkmalpflegerischen Maßnahmen notwendigen Disziplinen. Nach einem wissenschaftlichen Volontariat in der Abteilung Bauangelegenheiten und Denkmalpflege bei den Staatlichen Schlössern und Gärten in Bad Homburg freut sie sich nun auf die Tätigkeit als Denkmalpflegerin im Landesamt für Denkmalpflege Hessen.

Teil der Geschichte sein

Hannah Zimmermann ist es wichtig, sich selbst als Glied in einer langen Tradition zu begreifen. Denkmalpflege sei ein Anker, der in einer globalisierten Welt Sicherheit und Halt gebe. „Besonders am Herzen liegt mir dabei die Einbeziehung der Menschen, die sich Denkmälern verbunden fühlen und sich für sie einsetzen.“ Und so freut sie sich darauf, in Zukunft in beiden Kreisen Denkmaleigentümer zu beraten und ihre Kenntnisse über traditionelle Handwerkstechniken und jahrhundertealte Methoden im sparsamen Umgang mit unseren Ressourcen anwenden zu können.

Dr. Katrin Bek, Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Bau- und Kunstdenkmalpflege
15.12.2020