Auch in diesem Jahr wieder in Hessen unterwegs

Trotz aller Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie sind wir zuversichtlich, vorbehaltlich aktueller Entwicklungen, auch in diesem Jahr wieder den Hessischen Denkmalschutzpreis verleihen zu können. Dank der gut vorbereiteten Jury konnte die erste Jurysitzung in Form einer Onlineabstimmung durchgeführt werden. Mit großer Übereinstimmung sprachen sich die Jurymitglieder dafür aus, 11 Objekte zu bereisen, um sich vor Ort einen Eindruck der geleisteten Arbeiten machen zu können.

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Impression der Bereisung zum Hessischen Denkmalschutzpreis 2019
Impression der Bereisung zum Hessischen Denkmalschutzpreis 2019

Insgesamt sind in diesem Jahr 27 Bewerbungen eingegangen. Die Bandbreite der Maßnahmen, die in die engere Wahl gekommen sind, reicht von Fachwerkhäusern, Villen, ehemaligen Industrieanlagen, Bildungsbauten, Wohnhäusern und städtebaulichen Anlagen bis hin zu wichtigen archäologischen Maßnahmen. Das älteste Denkmal wird dabei auf das 7. –  9. Jahrhundert datiert, das jüngste ist der Nachkriegsmoderne zuzuordnen.

Die Bereisung der in der ersten Jurysitzung ausgewählten Objekte findet am 19. und 20. August statt. Die südlichsten Orte der Route liegen in Darmstadt, der nördlichste in Kassel, im Westen besuchen wir Marburg, im Osten Fulda – insgesamt umfasst die Route knapp 1000 km. Für jedes Objekt wird in Abstimmung mit den Eigentümern ein eigenes Konzept entwickelt werden, um die Gesundheit aller Beteiligten sicher zu stellen.

Die Jury besteht in diesem Jahr aus Dr. Katharina Benak, Koordinatorin der Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege im LfDH, Christian Bührmann, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Dorothee Hoffmann, Leiterin der Unternehmenskommunikation der Lotto Hessen GmbH, Achim Karn, Preisträger des Hessischen Denkmalschutzpreises 2019, Professor Dr. Matthias Theodor Kloft, Diözesankonservator im Bistum Fulda, Elena Michelsen, Leiterin der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Bad Homburg, Dr. Udo Recker, Abteilungsleiter der hessenARCHÄOLOGIE im LfDH, Klaus Repp, Ehrenpräsident der Handwerkskammer Wiesbaden, Dr. Martina Schaad, Hessische Staatskanzlei, und Dip.-Ing. Gerwin Stein, Denkmalberatung in der Propstei Johannesberg. Den Juryvorsitz übernimmt Prof. Dr. Markus Harzenetter, Vorsitzender und Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen.

Die Preisverleihung durch Staatsministerin Angela Dorn findet am 15. September in der Rotunde des Biebricher Schlosses vor geladenen Gästen statt. Ein von der Lotto Hessen GmbH erstellter Film über die Bereisung wird uns an die besonderen Bedingungen erinnern, unter denen die Auswahl der Preisträger in diesem Jahr vorgenommen werden musste. Ergänzt wird der Film durch von der Hessischen Staatskanzlei erstellte Trailer zu den Trägern des Ehrenamtspreises in der Denkmalpflege.

Der Hessische Denkmalschutzpreis wird für denkmalpflegerische Maßnahmen verliehen, die durch individuelle Lösungen, handwerklich-technische Qualität und besonderes Engagement eine Vorbildwirkung erzielen und zum Nachahmen anregen. Für die Bewerbung zugelassen sind alle abgeschlossenen  Projekte, deren Fertigstellung nicht länger als drei Jahre zurück liegt.

Der Preis wird jährlich durch das Land Hessen vergeben und ist mit insgesamt 27.500 € dotiert. Die LOTTO Hessen GmbH stiftet 20.000 €. Der Ehrenamtspreis ist Teil der Landeskampagne „Gemeinsam aktiv – Bürger-engagement in Hessen“ und ist seitens der Hessischen Staatskanzlei mit 7.500 € dotiert.

Bewerbungen um den Hessischen Denkmalschutzpreis 2021 können ab Mitte November 2020 bis Anfang Februar 2021 über die Onlineplattform auf unserer Homepage eingereicht werden.
 

Dr. Katrin Bek und Lars Görze, Landesamt für Denkmalpflege Hessen
(04.06.2020)