„Mathildenhöhe Darmstadt“ ist UNESCO-Welterbe

Pünktlich zum 120. Jubiläum der ersten Ausstellung der Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe ist es endlich soweit: Die „Mathildenhöhe Darmstadt“ wurde zum UNESCO-Welterbe erklärt! Auf der 44. Sitzung des Welterbekomitees der Kulturorganisation der Vereinten Nationen wurde vom 16. bis 31. Juli u.a. über 39 Nominierungen diskutiert. Sollte die Sitzung zuletzt 2020 im chinesischen Fuzhou stattfinden, wurde sie nun online unter chinesischer Gastgeberschaft als Doppelsitzung (2020/21) nachgeholt.

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Künstlerkolonie Mathildenhöhe
Künstlerkolonie Mathildenhöhe

Mit großer Spannung nahm das Team des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen an der Sitzung des Komitees teil. Ebenfalls anwesend war Prof. Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes und Welterbebeauftragter des Landes Hessen.
Nach rund zehn Jahren gemeinsamer Vorbereitung mit der Stadt Darmstadt und externen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern war die Freude über die erfolgreiche Eintragung groß. „Ich bin sehr erleichtert, dass wir das Welterbekomitee mit unserer Arbeit überzeugen konnten, zumal es immer schwieriger wird, auf der stetig anwachsenden Welterbeliste eine Stätte zu platzieren, die wirklich weltweit von außergewöhnlicher universeller Bedeutung ist“, berichtet Dr. Jennifer Verhoeven, Koordinatorin der UNESCO-Welterbestätten am Landesamt. Auf rund 1.000 Seiten begründete das Team des Landesamtes in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Darmstadt die Welterbewürdigkeit des historischen Ensembles der Mathildenhöhe und überzeugten damit das internationale Komitee.

Neben der Mathildenhöhe wurden auch die SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz, der Niedergermanische- und der Donaulimes sowie die bedeutenden Kurstädte Europas - für Deutschland Bad Ems, Baden-Baden und Bad Kissingen - erfolgreich in die Liste des Welterbes aufgenommen.

Lesen Sie mehr zur Aufnahme der Mathildenhöhe in die Liste des UNESCO-Welterbes:

Lars Görze M.A., Landesamt für Denkmalpflege Hessen