Glanzvoll via Webcam

Mit „Glanzvoll ins Jenseits“ legt die Keltenwelt am Glauberg erstmals eine umfassende Zusammenschau der Funde aller drei Prunkgräber vor. „Das war schon eine ziemliche Herausforderung“, so die Museumsdirektorin Dr. Vera Rupp, „denn es sollte kein trockener Katalog sein, sondern so, dass es eben auch jeder gut versteht“. Diese Publikation aus der Feder der Archäologin Daniela Euler ist nun erschienen, doch wie stellt man seine Werke in Zeiten einer Pandemie vor?

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Seitenvorschau und Cover der Publikation „Glanzvoll ins Jenseits“
Mit vielen Detailaufnahmen bietet „Glanzvoll ins Jenseits“ einen bisher ungesehenen Einblick in die Grabinventare der reichen Gräber vom Glauberg.

„Wir wollten eine Buchvorstellung machen“, erinnert sich Rupp, doch nun sind die Museen geschlossen und Veranstaltungen zurzeit nicht möglich. Die Lösung: „Wir probieren einfach mal ein Videopressetreffen zu machen und das hat dann auch prima funktioniert.“

Über den Videokonferenzserver des Landesamtes wurde die interessierte Presse zugeschaltet und die Autorin Daniela Euler stellte zusammen mit der Museumsdirektorin und dem Pressesprecher der Keltenwelt, Lars Corsmeyer, vor, was „Glanzvoll ins Jenseits“ den neugierigen Leserinnen und Lesern zu bieten hat.

„Es war eine ganz tolle Aufgabe diese superschönen und spannenden Funde beschreiben zu dürfen“, freute sich Euler. Dabei beantworteten Euler, Rupp und Corsmeyer auch viele im Buch bereits angesprochene Fragen wie: Woher kommt das Gold? Was sagen uns die Funde am Glauberg über dessen Funktion als Machtzentrum der Eisenzeit? Was können wir aus diesen Funden über die Handelsbeziehungen der Kelten lernen und wieso führt uns eine Prunkfibel ausgerechnet zum Mittelmeer? Fragen, die sich mitunter noch immer nicht abschließend beantworten lassen. „Es bleibt also weiterhin spannend“, schmunzelte Corsmeyer, „aber das ist ja auch das Schöne an der Archäologie, dass es immer etwas Neues zu entdecken gibt.“

Solange die Leserinnen und Leser für diese Entdeckungen nicht zum Glauberg kommen können, bietet "Glanzvoll ins Jenseits" die Möglichkeit, den Glauberg in die eigenen vier Wände zu holen. Die vielen Nahaufnahmen und Zeichnungen bringen die Details der Objekte dabei sogar noch näher zu den Betrachtern, als es hinter Vitrinenglas möglich ist. „Wenn wir wieder öffnen können, kann man sich das natürlich alles auch im Museum anschauen“, erklärte Rupp.

Lars Görze, Landesamt für Denkmalpflege Hessen
25.11.2020

Bezugsquelle

„Glanzvoll ins Jenseits – Die keltischen Prunkgräber vom Glauberg“ ist über den Shop der Keltenwelt
für 14,80 € (zzgl. 3,50 € Versand) erhältlich.

Bestellungen des Buches nimmt die Keltenwelt über anfragen@keltenwelt-glauberg.de entgegen.