Elisabethkirche Marburg

Elisabethkirche Marburg1.jpg

Elisabethkirche Marburg
Elisabethkirche Marburg, Grabungsfläche 2016 während einer fotografischen Dokumentation der Fläche mittels Quadrokopter

Im Zuge der Neugestaltung des Kirchenumfeldes an der Südseite der Elisabethkirche in Marburg führt das Landesamt für Denkmalpflege, Abteilung hessenARCHÄOLOGIE bis voraussichtlich Ende Oktober 2016 erneut Ausgrabungen durch.

Im siebten und letzten Jahr der großflächigen archäologischen Untersuchungen an der Elisabethkirche werden weitere Bereiche der ersten Hospitalgründung der Hl. Elisabeth von Thüringen (ab 1228) und der nachfolgenden Deutschordensniederlassung (1234 - 1809) freigelegt.

Unter der Leitung von Dr. Christa Meiborg wird das Grabungsteam auf einer Fläche von rund 1.700 qm südöstlich der Elisabethkirche auf dem Areal des heutigen Firmaneiplatzes die Spurensuche der vergangenen Jahre fortsetzen.

In der südwestlichen Hälfte der Untersuchungsfläche stehen die Fundamente des früheren Marstalls und die Begrenzungsmauern des ehemaligen Bachbetts des Ketzerbachs aus der Zeit der Deutschordensniederlassung im Zentrum der Untersuchung. In der Nordwestecke werden die Überreste eines mittelalterlichen Bestattungsareals erwartet. An der Nordseite der Fläche reicht die Ausgrabung dicht an das 2011/2012 entdeckte große Steingebäude heran, das in der Frühphase der Hospitalgründung erbaut worden ist.

Auch in diesem Jahr informieren großformatige Infotafeln am Bauzaun über die Ergebnisse der vergangenen Untersuchungen und über den Fortgang der diesjährigen Kampagne.
(C. M.)