Ein Pferdekopf geht auf Reisen

Der rund 2000 Jahre alte Pferdekopf aus vergoldeter Bronze, der 2009 bei Ausgrabungen in Lahnau-Waldgirmes (Lahn-Dill-Kreis) gefunden wurde, ist seit dem 7. November für sechs Wochen in Berlin zu bestaunen.

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Prof. Dr. Matthias Wemhoff (Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin) und Dr. Udo Recker (Landesarchäologe, LfDH, hessenARCHÄOLOGIE) während der Installation des bronzenen Pferdekopfes aus Waldgirmes.
Prof. Dr. Matthias Wemhoff (Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin) und Dr. Udo Recker (Landesarchäologe, LfDH, hessenARCHÄOLOGIE) während der Installation des bronzenen Pferdekopfes aus Waldgirmes.

Bereits am 05. November wurde der Pferdekopf im Beisein von Wissenschafts- und Kulturminister Boris Rhein und Saalburgdirektor Dr. Carsten Amrhein durch die beiden Restauratorinnen Angelika Ulbrich und Monica Bosinski (Archäologische Restaurierungswerkstatt, LfDH, Abt. hessenARCHÄOLOGIE) aus seiner Vitrine im Römerkastell Saalburg genommen und für den Transport nach Berlin in einer klimatisierten Spezialkiste verpackt.

Der Pferdekopf wird nach knapp sechs Wochen in Berlin dann wieder an seinen ursprünglichen Ausstellungort im Museum Römerkastell Saalburg zurückkehren. Dort ist seit Mitte August dieses aufwändig restaurierte Fundobjekt zu sehen, wo eine neue Dauerausstellung dem römischen Waldgirmes, seiner Erforschung und Präsentation gewidmet ist. Bis zur Rückkehr „vertritt“ eine Kopie das Exponat.

Dieser „Ausflug“ des Pferdekopfes wird eine Ausnahme bleiben und wurde exklusiv für das Europäische Kulturerbejahr 2018 ermöglicht.

Viel Freude beim Betrachten der Bilderstrecke!
Ein kleiner Hinweis zum Schluss: In den nächsten Tagen wird die Bildergalerie um weitere Bilder erweitert. Ein Wiederkommen (-und betrachten) lohnt also!

Dr. B. Leinthaler, Landesamt für Denkmalpflege Hessen, hessenARCHÄOLOGIE