185.000 Euro für Erforschung bewilligt

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Archäologische Prospektion im Talboden der Lahn zwischen Weimar-Niederweimar und Weimar-Argenstein auf der Erweiterungsfläche der lokalen Kiesgrube
Archäologische Prospektion im Talboden der Lahn zwischen Weimar-Niederweimar und Weimar-Argenstein auf der Erweiterungsfläche der lokalen Kiesgrube

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine Förderung des Forschungsprojekts „Archäobotanische Untersuchungen zur Veränderung vor- und frühgeschichtlicher Wirtschaftssysteme und Umweltbedingungen am Beispiel der prähistorischen Siedlungen in der Flusslandschaft der mittleren Lahn (Gemeinde Weimar, Lkr. Marburg-Biedenkopf)" zugesagt und dem Projekt Mittel in Höhe von 185.000 Euro bewilligt.

Die Projektleitung liegt in Händen des Marburger Geographen und Archäobotanikers Dr. Ralf Urz, der das Forschungsprojekt vorbereitet hat und die Untersuchungen dazu am Fachbereich Geographie der Philipps-Universität Marburg, in Kooperation mit der Projektgruppe „Archäologie im Lahntal um Weimar" des Landesamtes für Denkmalpflege, Abteilung hessenARCHÄOLOGIE durchführen wird.

Das zweijährige Forschungsvorhaben verfolgt das Ziel, Traditionen und Innovationen in der Landwirtschaft und in der Ernährung sowie Veränderungen der pflanzlichen Umwelt zwischen ersten Einflüssen mesolithischer Jäger- und Sammlergruppen und der intensiven mittelalterlichen Landnutzung in der Flusslandschaft der Lahn zu untersuchen. Grundlage dafür ist in seinem Umfang einzigartiges archäobotanisches Quellenmaterial (Früchte/Samen) aus Grabungsbefunden der hessenARCHÄOLOGIE, das seit 1991 zusammengetragen wurde.

(R. U.)