Leidenschaft für die Erforschung historischer Gebäude

Nina Krischke ist seit dem 1. April 2020 neue Bezirksdenkmalpflegerin in der Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege.

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Nina Krischke - Porträt
Krischke betreut künftig den Kreis Offenbach, den Lahn-Dill-Kreis, die Stadt Offenbach und die Stadt Wetzlar

„Die Erforschung historischer Gebäude ist schon seit jeher eine Leidenschaft von mir“, sagt Nina Krischke. Besonders am Herzen liege ihr für ihr künftiges Aufgabenfeld die Vermittlung zwischen den Bauherren, der Denkmalpflege und der Öffentlichkeit. „Im Wesentlichen kommt es darauf an, eine Beziehung zu den Partnern aufzubauen. Wenn ich verstanden habe, was ihnen wichtig ist, habe ich das nötige Rüstzeug für die Lösung der fachlichen Probleme.“ Es gehe nicht darum, Regeln und Vorschriften durchzusetzen. Vielmehr sei es ein Vermitteln nach beiden Seiten. Vorrangiges Ziel sei es immer, das Denkmal weiter zu nutzen. „Dabei müssen die besonderen Materialien und Voraussetzungen des Gebäudes genauso berücksichtigt werden wie die Wünsche und Belange der Eigentümer.“ Wichtig sei die Zusammenarbeit mit den Handwerkern, Architekten und Statikern vor Ort. Oft verfügten sie über eine Menge Erfahrung und technisches Know-How. „Wenn die erforderlichen Maßnahmen mit allen Partnern abgestimmt sind und die Koordination klappt, kann jedes noch so vernachlässigte Denkmal wieder zum Schmuckstück und zum Stolz eines ganzen Ortes werden.“

Nina Krischke ist noch neu in Hessen. Sie freut sich darauf, die Kulturlandschaft Hessens für sich zu entdecken und sich mit ihren Charakteristiken vertraut zu machen. „Sicher kommt da auch wieder der Entdeckertrieb der Archäologin in mir hervor“, fügt sie hinzu. Die Zeit des Volontariats hat sie genutzt, um alle Bereiche der Landesdenkmalpflege kennenzulernen.

Nina Krischke (31) war schon seit dem 1. Oktober 2019 als wissenschaftliche Volontärin in der Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege am Landesamt für Denkmalpflege Hessen tätig. Bereits während des Studiums an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel spezialisierte sie sich auf den Bereich der Bauforschung, insbesondere an mittelalterlichen Sakralbauten. Nach ihrem Master in den Fächern Kunstgeschichte, prähistorische und historische Archäologie und einem Praktikum am Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein zog es sie vom hohen Norden nach Bamberg, wo sie im September 2019 ihren zweiten Master im Fach Denkmalpflege an der Otto-Friedrich-Universität ablegte. Auch hier sah sie ihre Vorliebe für die Bauforschung bestätigt. Krischke betreute die Kreise Offenbach, Offenbach Stadt, Lahn-Dill und die Stadt Wetzlar schon während ihres Volontariates und nun als Bezirksdenkmalpflegerin.

Wir wünschen ihr alles Gute und begrüßen sie in unserer Mitte.

Dr. K. Bek, Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Bau- und Kunstdenkmalpflege