Lauter Schmuckstücke

In diesem Jahr ist die erste Ausgabe unserer Zeitschrift „Denkmalpflege & Kulturgeschichte“ (1/2018) wieder ein besonderes Heft, denn als sogenanntes „Berichtsheft“ bietet es einen umfassenden Überblick über wichtige denkmalpflegerische Maßnahmen der letzten beiden Jahre.

Hanau Schloß Philippsruhe - Weißer Saal - C.K.jpg

Der Weiße Saal in Schloss Philippsruhe in Hanau
Nach aufwändiger Sanierung am 1. November 2017 wieder eröffnet

Es sind Maßnahmen, die im Rahmen der gegebenen Voraussetzungen (räumliche Lage, wirtschaftliche Situation, Umgang mit historischer Bausubstanz) durch individuelle Lösungen und handwerklich-technische Qualität überzeugen. In allen Fällen war das besondere Engagement und die enge Zusammenarbeit von Bauherren, Architekten, Restauratoren, Denkmalpflegern, Handwerkern und Statikern die Voraussetzung für die gefundenen Lösungen.

Von der Bahnhofsunterführung über den Platanenhain zur Hofreite
Das „Berichtsheft“ steht auch für die Bandbreite der Denkmalgattungen. In diesem Jahr reicht sie von der Sanierung des Schlösschens Schönborn in Hofgeismar über die Instandsetzung einer Bahnhofsunterführung in Frankfurt-Höchst, die Wiederherstellung der Platanenallee in Bad Weilbach, des weißen Saales im Schloss Philippsruhe bis hin zur Sanierung des erst in den späten 1960er-Jahren erbauten N+M Hauses in Offenbach, das auch das Titelbild ziert. Es sind nicht immer grundlegende Sanierungen, sondern oft auch partielle Maßnahmen im Bereich der Sicherung und Reparatur von bauzeitlichen Fassungen, Putzen und Oberflächen. In allen Fällen ist es gelungen, den städtebaulichen Zusammenhang oder die historische Raumwirkung im Innenraum wiederherzustellen.

Insgesamt enthält das Heft 41 bebilderte Artikel aus allen Bereichen der Denkmalpflege, der kirchlichen und profanen Denkmalpflege, der Restaurierung, der Gartendenkmalpflege, der städtebaulichen Denkmalpflege, der Orgeldenkmalpflege und der Industriedenkmalpflege.

Insgesamt 1000 Maßnahmen gefördert
Die vorgestellten Maßnahmen sind eine Auswahl aus ca. 1000 Maßnahmen an Kulturdenkmälern, die in den Jahren 2016 und 2017 mit Landesmitteln von jeweils 8 Mio Euro gefördert wurden. Die Mittel flossen etwa zu je einem Drittel an kirchliche, kommunale und private Bauherren. Trotz der Förderung lag die finanzielle Hauptlast bei allen Maßnahmen dennoch bei den Bauherren, denen wir an dieser Stelle für ihr besonderes Engagement danken wollen.

Grund, zu feiern
Vor genau dreißig Jahren erschien das erste Heft unserer Zeitschrift, damals noch unter dem Titel „Denkmalpflege in Hessen“. Vor dem Hintergrund des Zeitungssterbens ist dies angesichts einer seit Jahren stabil bleibenden Zahl von Abonnenten und einer unveränderten Auflagenstärke ein Grund, zu feiern.

Abschied nehmen
Mit dem Heft 1/2018 beendet Dr. Dieter Griesbach-Maisant, der die Zeitschrift seit 1991 betreut hat, seine Tätigkeit als verantwortlicher Redakteur. Für seinen Ruhestand wünschen wir ihm alles Gute, viele neue Ideen und dieselbe unermüdliche Neugier und Präzision, mit der er all die Jahre hindurch das Erscheinen der Zeitschrift neben all seinen anderen Aufgaben ermöglicht hat.
Auch Udo Schreiber, der das „Berichtsheft“ seit 1995 betreut, gibt seinen Posten als Redakteur dieser besonderen Ausgabe der Zeitschrift mit diesem Jahr ab, wird uns vorerst aber Gott sei Dank noch nicht verlassen.

Die Anfänge der Zeitschrift
Die Idee für das erste Heft der Zeitschrift, das im Jahr 1988 erschien, hatten Jan Nikolaus Viebrock, Justiziar im Landesamt für Denkmalpflege Hessen, und Dr. Ing. Thomas Ludwig, der bis 1990 im Landesamt für Denkmalpflege Hessen beschäftigt war.

Die Zeitschrift abonnieren
Sie wollen regelmäßig über wichtige denkmalpflegerische Maßnahmen, unsere Veranstaltungen und unsere Publikationen informiert werden? Wir freuen uns auf Ihre Bestellung eines Abonnements zum Preis von 15,- € für vier Ausgaben jährlich (s. Bestellformular im Anhang.)

Dr. K. Bek, Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Bau- und Kunstdenkmalpflege