Land Hessen fördert Sanierung der Frauenfriedenskirche mit 150.000 Euro

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat am 23. Februar 2018 einen Zuwendungsbescheid für die Sanierung der Frauenfriedenskirche in Frankfurt-Bockenheim überreicht.

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Besichtigung der Frauenfriedenskirche in Frankfurt-Bockenheim
von links nach rechts: Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hesse; Kerstin Stoffels, Pfarrsekretärin in der Frauenfriedenskirche; Kunst- und Kulturminister Boris Rhein

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Die Frauenfriedenskirche hat eine unverwechselbare Ausstrahlung und gilt als herausragendes Beispiel für den modernen Kirchenbau. Die zwölf Meter hohe Mosaikstatue an der Außenfassade, die Regina Pacis, oder die Jugendstil-Malereien sind Höhepunkte der Sakralbaukunst. Dieses Kunstwerk gilt es zu bewahren – auch als Ort der Gemeinde und Zusammenkunft. Deswegen unterstützen wir die Sanierung der Frauenfriedenskirche gern mit 150.000 Euro.“

Die Frauenfriedenskirche in Frankfurt-Bockenheim hat eine besondere Geschichte: Sie ist die einzige Kirche im deutschsprachigen Raum, deren Bau auf eine Initiative von katholischen Frauenverbänden zurückzuführen ist. Das 1929 geweihte Gotteshaus zeigt mittlerweile jedoch bauliche Mängel und soll saniert werden. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt die Arbeiten mit 150.000 Euro.

Im Fokus der Sanierung stehen vor allem die Verstärkung der Fundamente und die Erneuerung des Bodens. Der Boden unter der Kirche ist teilweise problematisch: Durch Feuchtigkeit und Austrocknung hebt und senkt er sich permanent; das führt zu Spannungsrissen und Fugen im Mauerwerk und der Bodenplatte. Hinzu kommen die Restaurierung der Kunstwerke, die Wiederherstellung der originalen Farbfassung des Innenraums und ein neuer Altar.

Die Frauenfriedenskirche in Frankfurt am Main-Bockenheim wurde 1929 geweiht und gilt als die zentrale Gedächtniskirche für die Toten und Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Unter der Leitung des Katholischen Deutschen Frauenbundes entstand hier ein Ort des Gedenkens an die Opfer des Ersten Weltkrieges. Das Ensemble aus Kirche, Ehrenhof und Gemeindehaus, das zu den bedeutendsten Sakralbauten des 20. Jahrhunderts zählt, steht unter Denkmalschutz.

Pressestelle Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst