Heimkehr des Hl. Antonius in die Justinuskirche

Der Hl. Antonius wurde in der Restaurierungswerkstatt des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen untersucht. Arbeitsproben ergaben, dass die Farbfassung stärker beeinträchtigt war, als ursprünglich angenommen. Die Oberfläche wurde gereinigt, auf eine Abnahme späterer Hinzufügungen wurde jedoch verzichtet. Lesen Sie hierzu die Pressemitteilung der Stiftergemeinschaft Justinuskirche Höchst e.V.

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Frederike Schäfer, Restauratorin, bei der Arbeit in der Restaurierungswerkstatt
Frederike Schäfer, Restauratorin, bei der Arbeit in der Restaurierungswerkstatt

Heimkehr des Hl. Antonius in die Justinuskirche

(Auszug aus der Pressemeldung vom 31.03.2017)

Der namensgebende Hl. Justinus hat an einem unbekannten Ort seine letzte Ruhe gefunden, die Hl. Margarete grüßt zwar vom Hochaltar, harrt aber noch ihrer Wiederentdeckung als Patronin der neuen Pfarrei. Der wichtigste Heilige aber, Antonius Abbas, der Eremit aus der ägyptischen Wüste und Ordenspatron der Antoniter, kehrt nun, nach einem längeren Kuraufenthalt in der Werkstatt des Hessischen Landesamtes für Denkmalpflege, an seinen Platz in der Ostkapelle der Justinuskirche zurück. Nach einer gründlichen Untersuchung und Restaurierung erstrahlt die 1485 in Worms geschaffene lebensgroße Skulptur des Heiligen (fast) wieder in neuem Glanz und reiht sich als ein herausragendes Werk der spätgotischen Bildhauerkunst unter die hochrangigen Kunstschätze der Kirche ein.

In der Restaurierungswerkstatt wurde gründliche Arbeit geleistet. In einem ersten Schritt wurden Arbeitsproben angefertigt. Diese  hatten zum Ergebnis, dass die Farbfassung des Originals doch stärker beschädigt war, als zunächst angenommen.  Eine Freilegung älterer und nur in Resten vorhandenen Farbflächen wurde aus diesem Grund von der Restaurateurin nicht empfohlen werden. Es wurde beschlossen, die Oberfläche der Skulptur zu reinigen, auf eine Abnahme von späteren Übermalungen jedoch zu verzichten.

Ursprünglich hatte die Sitzfigur des Hl. Antonius ihren Platz auf dem Hochaltar im neuen, 1464 vollendeten Chor. Wahrscheinlich schon in der Barockzeit, als die Statue fast 250 Jahre alt war und im neuen Hochaltar von 1726 ihren Platz finden sollte, wurden Schäden an der Farbfassung ausgebessert. Ganz sich aber war dies im 19. Jh. der Fall. Damals wurde die Figur mit Ölfarbe überstrichen, was sie sich nicht schöner aussehen ließ, aber immerhin die darunterliegenden Farbflächen schützte. Diese Übermalung wurde im Zuge der großen Renovierung von 1930-32 entfernt, wobei ein großer Teil der Farbigkeit des 15. Jhs. wieder zutage trat. Gleichwohl wurden auch bei dieser Maßnahme Retuschen und Übermalungen aufgebracht. In diesem Zustand blieb die Figur bis 1986, als sie mit einer Spende von Anton Schreibweis erneut gereinigt und konservatorisch behandelt wurde.....

Die vollständige Pressemitteilung mit Bildern und Ansprechpartnern steht Ihnen nachfolgend als Download zur Verfügung.