Die Brotfabrik in Frankfurt wird in das Denkmalverzeichnis des Landes Hessen eingetragen

Nach einer Ortsbegehung und gründlichen Recherchen steht nun fest, dass das Gebäudeensemble der Brotfabrik im Frankfurter Stadtteil Hausen die Kriterien eines Kulturdenkmals aus geschichtlichen und städtebaulichen Gründen erfüllt.

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Foto. Man sieht die aus zweifarbigem Sichtsandstein bestehende Fassade der Brotfabrik.
Der historische Industriebau der Hausener Brotfabrik beherbergt eines der ältesten selbstverwalteten Kulturzentren Frankfurts. Hier betreibt u.a. der Verein Kulturprojekt 21 e. V. ein soziokulturelles Zentrum.

„Die 1888 als Großbäckerei gegründete Brotfabrik ist ein bedeutendes Zeugnis für die Industrialisierung der Frankfurter Vororte und steht zugleich für die reiche Geschichte des ehemaligen Mühlendorfes Hausen, das seinen Aufschwung der Wasserkraft der Nidda verdankt,“ sagte Professor Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen. Die Brotfabrik, die bis 1972 noch Backwaren produziert habe und seit den 1980er Jahren als kulturelles Zentrum genutzt werde, präge den Stadtteil mit seiner markanten Schauseite aus zweifarbigem Sichtbackstein bis heute als eindrucksvolle Landmarke. „Aus diesen Gründen beabsichtigen wir, die Brotfabrik in das Denkmalverzeichnis des Landes Hessen einzutragen“, sagt Harzenetter. Die formelle Ausweisung als Kulturdenkmal stehe unmittelbar bevor.

Frankfurts Sport- und Planungsdezernent Mike Josef hatte sich anlässlich des geplanten Verkaufs des wichtigen Kulturzentrums mit der Bitte um Überprüfung des Denkmalwertes an das Landesamt für Denkmalpflege Hessen gewandt. Mit der Ermittlung des Denkmalwertes und der Eintragung des Ensembles in das Denkmalverzeichnis des Landes Hessen ist das Fortbestehen einer der ältesten, autonom verwalteten Kulturzentren in Frankfurt nun vorerst gesichert.

Die Pressemitteilung der Stadt Frankfurt und weitere Berichte finden Sie im Anhang.