Das Ortskuratorium Frankfurt war Gast im Landesamt für Denkmalpflege Hessen

Das Ehrenamt ist eine unerlässliche Bereicherung des denkmalpflegerischen Alltags.

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Christine Kenner, Leiterin des Sachgebietes Restaurierung und Bauforschung erläutert die Restaurierung des Heiligen Antonius aus der Justinuskirche in Höchst
Christine Kenner, Leiterin des Sachgebietes Restaurierung und Bauforschung erläutert die Restaurierung des Heiligen Antonius aus der Justinuskirche in Höchst

„Ohne das ehrenamtliche Engagement der Ortskuratorien der Deutschen Stiftung Denkmalschutz könnten wir viele Projekte nicht in der Weise stemmen, wie dies gegenwärtig der Fall ist“, sagte Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen heute bei seiner Begrüßung der sieben Vertreter und Vertreterinnen des Ortskuratoriums Frankfurt im Landesamt für Denkmalpflege Hessen. Gerade denkmalpflegerische Projekten wiesen ein hohes Maß an Schnittstellen zu anderen Disziplinen auf. Dabei bestätige sich immer wieder, dass die Förderung und Begleitung durch Ehrenamtliche, die in ihrer aktiven Zeit in unterschiedlichen Berufssparten tätig gewesen seien, von unschätzbarem Wert sei.

Die sieben Vertreter des Ortskuratoriums Frankfurt informierten sich über die Aufgaben und Ziele des Denkmalfachamtes, um Möglichkeiten der Kooperation und Teilhabe zu besprechen.

Die Denkmaltopographien

In besonderem Maße interessierten sich die Vertreter des Ortskuratoriums Frankfurt für die Denkmaltopographien, die das Landesamt für Denkmalpflege Hessen seit 1980 herausgibt, um die Kulturdenkmäler Hessens in Bild, Text und Karte zu dokumentieren. Mittlerweile sind mehr als zwei Drittel des Denkmalbestandes in diesen Bänden erfasst und zum Teil bereits im Internet - im digitalen Verzeichnis der Kulturdenkmäler Hessens (DenkXweb) - einsehbar. Insgesamt sei für Hessen von rund 60.000 Kulturdenkmälern und 2.500 Gesamtanlagen auszugehen, sagte Dr. Dieter Griesbach-Maisant, Leiter des Sachgebietes Denkmalerfassung iund Denkmalverzeichnis im Landesamt für Denkmalpflege Hessen.

Restaurierungswerkstatt

Christine Kenner, Leiterin des Sachgebietes Restaurierung und Bauforschung informierte über die Methoden der Restaurierung und die neuesten Restaurierungsergebnisse zum Altar der St. Leonhardskirche in Frankfurt und der lebensgroßen Figur des Heiligen Antonius aus der St. Justinuskirche in Höchst. Beide Objekte werden derzeit in der Restaurierungswerkstatt der Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege im Landesamt für Denkmalpflege Hessen restauriert.

Das Biebricher Schloss

Eine Besichtigung der barocken Residenz der Fürsten und späteren Herzöge von Nassau am Rheinufer in Biebrich rundete das Programm ab. Dieter Griesbach-Maisant führte durch das Gebäude, das zwischen 1700 und 1750 immer wieder erweitert wurde, bis sich aus einem Gartenhäuschen eine dreiflügelige Anlage entwickelt hatte. Heute gehört das Biebricher Schloss mit seinem weitläufigen Schlosspark zu den bedeutendsten Barockschlössern am Rhein. Neben dem Sitz des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen dient das Schloss auch zu Repräsentationszwecken der Hessischen Landesregierung.

Das Ortskuratorium der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

In den 80 Ortskuratorien der Deutschen Stiftung Denkmalschutz engagieren sich bundesweit über 500 Menschen ehrenamtlich für den Denkmalschutz engagieren. Die Vertreterinnen und Vertreter der Ortskuratorien überreichen Förderverträge für Objekte, die saniert werden sollen, sie informieren vor Ort über die Arbeit der Stiftung, werben Gelder ein, organisieren Ausstellungen, Vorträge und Führungen und unterstützen aktiv den Erhalt von Denkmalen in der Region.

Text: Dr. K. Bek