Daniel Landskron betreut den Wetteraukreis als neuer Bezirksdenkmalpfleger in der Abteilung Bau und Kunstdenkmalpflege

Seit dem 1. Februar betreut Daniel Landskron den Wetteraukreis. Wir begrüßen ihn in unserem Team und wünschen ihm viel Erfolg bei seiner Arbeit.

Artikelbild.jpg

Daniel Landskron vor dem Biebricher Schloss, dem Sitz des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen.
„In einer von gesellschaftspolitischen Krisen und wirtschaftlichen Interessen geprägten Gegenwart ist es mir ein Bedürfnis, mich für die Erhaltung von Kulturdenkmälern einzusetzen“, sagt Landskron.

Als Anwalt stummer Zeitzeugen

„Insbesondere stumme Zeitzeugen vergangenen Lebens brauchen Anwälte“, sagt Daniel Landskron. „Ich verstehe mich als Ermittler von Spuren, die Menschen hinterlassen haben. Anderen den Wert dieser Zeugnisse zu vermitteln und ihren Sinn für Authentisches zu schärfen, ist meine Aufgabe.“ Im Dialog gehe es darum, die Interessen des Denkmals mit den Vorstellungen der Eigentümerinnen und Eigentümer abzugleichen. „Wenn es gut läuft, haben wir es am Ende mit Menschen zu tun, die sich selbst als aktiven Teil der Geschichte des Gebäudes, des Ortes und der Region begreifen. Mit der Instandsetzung verwirklichen sie nicht nur sich selbst einen Traum, sie erfüllen auch einen öffentlichen Auftrag, indem sie die Zukunft des Denkmals sichern.“ Auf die intensive Zusammenarbeit mit der Unteren Denkmalschutzbehörde des Wetteraukreises freut er sich.

Der Wetteraukreis

Der landschaftlich reizvolle Wetteraukreis zeichne sich durch eine Reihe von sehr reizvollen spätmittelalterlichen-frühneuzeitlichen Städten und Ortschaften aus. „Die Stadt Büdingen mit ihrer außergewöhnlich gut erhaltenen Stadtmauer etwa gehört zu den bedeutendsten Stadtanlagen Deutschlands. Aber auch Ortenberg, Münzenberg und Friedberg sind historisch wertvolle Fachwerkstädte mit großartigen stadtbildprägenden Gebäuden über nahezu komplett erhaltenen Stadtgrundrissen,“ freut sich Landskron (31). „Sie zeugen vom Stolz und der Verbundenheit der Wetterauer Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Heimat. „Das ist die ideale Voraussetzung für eine in die Zukunft gerichtete, gelingende Zusammenarbeit mit allen Partnerinnen und Partnern vor Ort.“

Zur Person

Nach einem Studium der Kunstgeschichte, Ägyptologie und Altorientalistik in Mainz erweiterte Landskron seine Kenntnisse durch den Masterstudiengang Denkmalpflege in Bamberg. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter, Assistent und Gastdozent schulte er sich in der Projektorganisation und der Vermittlung von Grundkenntnissen der Baugeschichte. Seiner Masterarbeit hat er der bauhistorischen Bewertung der Toranlage der befestigten Kirche in Rohr/Thüringen, seinem Heimatort, gewidmet. Nach dem Studium war er als Bauforscher tätig. Ein Praktikum im Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege eröffnete ihm einen Einblick in die umfassenden Tätigkeitsfelder der Staatlichen Denkmalpflege.

Dr. Katrin Bek, Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Bau- und Kunstdenkmalpflege
10.03.2021