UNESCO-Weltnaturerbe Grube Messel

Die Fossillagerstätte Grube Messel wurde 1995 als erstes deutsches Naturdenkmal in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. 

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UNESCO-Weltnaturerbe Grube Messel
Die Grube Messel ist ein stillgelegter "Ölschiefer"-Tagebau im Süden Messels (Landkreis Darmstadt-Dieburg). Aufgrund der einzigartigen Erhaltung der dort gefundenen, ca. 48 Mio. Jahre alten Fossilien des Eozäns (56-33 Mio. Jahre) wurde das bedeutendste paläontologische Bodendenkmal Hessens am 08. Dezember 1995 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt.
Geologischer Rahmen
Die Grube Messel liegt auf der nördlichen Verlängerung der Odenwald-Scholle, dem sogenannten Sprendlinger Horst. Odenwald und Sprendlinger Horst zusammen bilden wiederum den nördlichen Teil der östlichen Grabenschulter des Oberrheingrabens.
Fossilien
Die Fossilfunde aus der Grube Messel sind sehr umfangreich und umfassen neben Pflanzen auch Wirbellose und Wirbeltiere. Allein an Pflanzen, die als Mikro- und Makrofossilien vorliegen, sind mehr als 75 Familien mit über 200 Arten bekannt. Unter den Wirbeltieren konnten bisher gut 130 Taxa nachgewiesen werden, darunter über 40 Arten aus mehr als 30 Gattungen allein der Säugetiere. Zahlreiche Taxa erhielten mit Fossilmaterial aus Messel ihre Erstbeschreibung (stratum typicum, locus typicus).
Die bewegte Geschichte der Grube Messel
Die Bergbaugeschichte der Grube Messel begann im Jahre 1859 mit der Errichtung einer Raseneisenerzgrube. Beim Abbau dieses Erzes stieß man auf braunkohleartigen Horizonte des Messeler Sees, welche zu Anfang des Grubenbetriebes mitabgebaut wurden, und schließlich auf den Ölschiefer, auf dessen Förderung sich der Abbaubetrieb bis zur Einstellung des Betriebs im Jahre 1971 fokussierte.

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