Bezirksarchäologie – was ist das eigentlich?

Das Bild der Archäologie ist in Medien und in der Öffentlichkeit nach wie vor von Stereotypen geprägt: In den Köpfen festgesetzt haben sich fast ausschließlich Bilder von „grabenden und forschenden“ ArchäologInnen. Aber die Realität ist eine ganz andere!

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Archäologie live in Erlensee
Nein, Archäologie besteht nicht nur aus graben...

Bevor es aber überhaupt zu einer Ausgrabung kommen kann, geschieht im Vorfeld bereits der weitaus größte und arbeitsintensivste Teil der Arbeit – für Außenstehende in der Regel unsichtbar. Daher möchten wir mit einem Video die Gelegenheit nutzen, Ihnen einen kurzen Einblick in die Arbeit der BezirksarchäologenInnen zu geben. Mit dem neolithischen Fundort Königstädten (Lkr. Groß-Gerau) werden in diesem Film die verschiedenen Etappen vorgestellt und erklärt, die einer archäologischen Untersuchung mit einer Nachforschungsgenehmigung vorgeschaltet sind: Quasi der Weg vom Lesefund zur Ausgrabung.

Entstanden ist dieses Video anlässlich der Mitmachausstellung „Bodenschätze – Geschichten aus dem Untergrund“, welche am 27. September im Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim eröffnet wurde. Diese Präsentation wiederum ist eine Produktion von "VARUSSCHLACHT" im Osnabrücker Land – Museum und Park Kalkriese.

Die Abschnitte zur Archäologie in Südhessen, die als Nebenspur zur Ausstellung zu sehen sind, entstanden in Koproduktion mit der Außenstelle Darmstadt, Abteilung hessenARCHÄOLOGIE (Landesamt für Denkmalpflege Hessen) und des Stadt- und Industriemuseums Rüsselsheim. Gefördert wurde dieses Projekt im Rahmen des Programms „Coronabedingte Mehrbedarfe Kultureinrichtungen“ durch das Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Dr. Beate Leinthaler, Landesamt für Denkmalpflege Hessen, hessenARCHÄOLOGIE
02.10.2020