Geomorphologische Untersuchungen

Geomorph-2.jpg

Flussrinnen, Auelehme und Kolluvien: Profilaufnahmen während laufender Baggerarbeiten in der Kiesgrube
Flussrinnen, Auelehme und Kolluvien: Profilaufnahmen während laufender Baggerarbeiten in der Kiesgrube

Das direkte Umfeld der latènezeitlichen Fundstellen in der Kiesgrube Kirchhain-Niederwald wurde durch Verlagerungen von Flussläufen, durch eine wechselhafte Flussdynamik und durch den Wandel der Reliefverhältnisse maßgeblich geprägt. Die Analyse fluvialer Sedimente und Prozesse leistet daher einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis der latènezeitlichen Siedlungslandschaft und ihrer Verkehrswege in der Flusslandschaft von Ohm und Wohra. Ziel der geomorphologischen Untersuchung ist die Rekonstruktion der holozänen und insbesondere der eisenzeitlichen Fluss- und Reliefentwicklung im Bereich der latènezeitlichen Brücke und Siedlung und ihre Auswirkung auf die prähistorische Landnutzung.

Zur Umwelt- und Landschaftsgeschichte ausgewertet werden der Verlauf und die Sedimente ehemaliger Flussrinnen, Auelehme, Kolluvien und archäologische Befunde sowie die Verzahnungen der unterschiedlichen Geoarchive.

Die stratigraphische Gliederung der fluvialen und kolluvialen Ablagerungen stützt sich dabei auf den Einsatz archäologischer, physikalischer und botanischer Datierungsmethoden.

Eine geoarchäologische Kartierung des Grabungsumfeldes bildet die Grundlage für die Rekonstruktion der räumlichen Zusammenhänge zwischen der Pfahljochbrücke und dem ausgegrabenen Siedlungsausschnitt.