Ernährung

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Die experimentelle Zubereitung gemäß der Funde archäologischer Ausgrabungen vom Mehl bis zur fertigen Mahlzeit zeigt uns anschaulich, dass die Ernährung in vorgeschichtlicher Zeit keineswegs eintönig gewesen sein muss.
Die experimentelle Zubereitung gemäß der Funde archäologischer Ausgrabungen vom Mehl bis zur fertigen Mahlzeit zeigt uns anschaulich, dass die Ernährung in vorgeschichtlicher Zeit keineswegs eintönig gewesen sein muss.

Speisen vermitteln die Weltanschauung und wirtschaftliche Situation oder Rangordnung ihrer Konsumenten. Angesichts der grundlegenden Alltagsbedeutung von Ernährung ist ihre Rekonstruktion eine zentrale archäo(bio)logische Aufgabe.

Konkrete Hinweise zur pflanzlichen Nahrung der Menschen und Tiere der Vorzeit und ihrer Beschaffung erhalten wir durch archäobotanische Untersuchungen. Für Vergleiche sind außerdem ethnographische Dokumente und praktische Versuche wichtig.

Weltweit gehören kulinarische Genüsse zu allen traditionellen und auch den modernen Ess- und Trinkkulturen. Nicht umsonst drehen sich immer noch viele bekannte Alltagssprüche um unsere Ernährung bzw. das Essen. Was als Genuss empfunden wird, ist dabei genauso subjektiv wie Geschmack und war in seiner regionalen und vor- und frühgeschichtlichen Entwicklung sehr verschieden, wie uns die entsprechenden Funde von archäologischen Ausgrabungen zeigen.

Das Artenspektrum der Anbaupflanzen nimmt im Laufe der Jahrtausende erheblich zu. In Ergänzung spielten gesammelte Wildpflanzen als Lieferanten von Vitaminen und Mineralstoffen und zur geschmacklichen Bereicherung eine wichtige Rolle.