Das Datenarchiv ArboDat - eine archäobotanische Vision

Datenarchiv-ArboDat-Eingabemaske_750.jpg

Das archäobotanische Datenbankprogramm ArboDat ermöglicht die Erfassung detaillierter Daten und spart erheblich Arbeitszeit durch vorprogrammierte, vollquantitative Auswertungen: hier die Daten-Eingabemaske.
Das archäobotanische Datenbankprogramm ArboDat ermöglicht die Erfassung detaillierter Daten und spart erheblich Arbeitszeit durch vorprogrammierte, vollquantitative Auswertungen: hier die Daten-Eingabemaske.

Moderne archäobotanische Untersuchungen liefern Daten und Antworten für biologische und kulturhistorische Fragen. Gemäß der weiten Verbreitung der archäologischen Kulturen ist dazu ein überregionaler Datenaustausch unabhängig von modernen politischen Grenzen wünschenswert.

Das archäobotanische Datenbankprogramm ArboDat ist ein auf der Basis von Microsoft Access programmiertes Medium, Bestimmungen pflanzlicher Funde und die zugehörigen archäologischen Fundumstände vollquantitativ für die Nachwelt zu bewahren. 1,75 Millionen Pflanzenreste von 435 Pflanzenarten und 194 Ausgrabungen wurden in Wiesbaden bereits damit erfasst. ArboDat erfüllt somit den politischen Auftrag einer nachhaltigen Archivierung der mit öffentlichen Mitteln erhobenen Daten für die Zukunft.  Gleichzeitig bietet es ein offenes Forschungsinstrument für vielfältige Auswertungen.

Bereits 1997 erstellte Angela Kreuz im Rahmen des DFG-Projektes „Romanisierung“ das Programm-Konzept, das seitdem kontinuierlich weiter entwickelt und an die Ansprüche der internationalen Nutzergemeinschaft angepasst wurde. Interaktive Funktionen der Datenabfrage und -aufbereitung ergänzen die differenzierten Archivierungsmöglichkeiten und sparen viel Zeit bei der wissenschaftlichen Auswertung und Datenvisualisierung. 

ArboDat Update 2016 und einige ergänzenden tools sind als deutsch- und englischsprachige Version mit entsprechenden Handbüchern an mehr als 40 Instituten in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Ägypten und darüber hinaus verbreitet. Das erfolgreiche Datenbankprojekt wird seit Juli 2016 am Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung NIhK in Wilhelmshaven fortgeführt.