Archäobotanische Forschungsprojekte finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG

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Aus den 194 kartierten Fundstellen wurden 5.180 Bodenproben archäobotanisch untersucht, die sich - wie die Grafik rechts zeigt - unterschiedlich auf die vor- und frühgeschichtlichen Epochen und Befunde verteilen.
Aus den 194 kartierten Fundstellen wurden 5.180 Bodenproben archäobotanisch untersucht, die sich - wie die Grafik rechts zeigt - unterschiedlich auf die vor- und frühgeschichtlichen Epochen und Befunde verteilen.

Im Gegensatz zu anderen Bundesländern fehlten in Hessen bis in die 1980er Jahre systematische archäobotanische Untersuchungen. Durch die Mitwirkung der archäobotanischen Arbeitsgruppe in drei DFG-Schwerpunkt-Programmen, einem DFG/CNRS-Projekt bzw. vier eigenen DFG-Projekten und die so finanzierbaren zusätzlichen Arbeitskräfte konnten seit 1983 umfangreiche Ergebnisse erzielt werden, die in mehr als 160 Fachpublikationen dokumentiert sind.

Insgesamt wurden mehr als 5180 Bodenproben mit 64 Kubikmetern Probenvolumen untersucht. Mit zunehmender Materialbreite trat ein überregionaler Datenvergleich gemäß der Verbreitung der archäologischen Kulturen in den Fokus, denn nur systematische Untersuchungen größerer Datenbestände jenseits heutiger politischer Grenzen erlauben fundierte Interpretationen und Hypothesen zu den komplexen Sachverhalten der Vergangenheit.

Archäobotanische Forschungsprojekte

  • 1994-2000 DFG-Schwerpunktprogramm „Wandel der Geo-Biosphäre während der letzten 15 000 Jahre. Kontinentale Sedimente als Ausdruck sich verändernder Umweltbedingungen": Teilprojekt “Auen- und Talrandsedimente in der nördlichen Wetterau und im Amöneburger Becken als Indikatoren für sich verändernde Umweltbedingungen im Spätpleistozän und Holozän“ unter Leitung von W. Andres und J. Wunderlich (AN 60/18-1) - DFG Pressemitteilung.
     
  • 2000-2001 DFG-Einzelantrag „Groß-Gerau, Auf Esch. Auswertung des zoologischen und botanischen Probenmaterials aus dem römischen Vicus zur Rekonstruktion von Lebensgrundlagen und Umwelt ” unter Leitung von H.-M. von Kaenel (KA 1395/1-2) - Projektbeschreibung.
     
  • 1995-2002 DFG-Schwerpunktprogramm “Kelten, Germanen, Römer im Mittelgebirgsraum zwischen Luxemburg und Thüringen. Archäologische und naturwissenschaftliche Forschungen zum Kulturwandel unter der Einwirkung Roms in den Jahrhunderten um Christi Geburt“ (SPP 190, Kennwort: Romanisierung) unter Leitung von A. Haffner und S. von Schnurbein: Einzelantrag „Archäobotanik im linksrheinischen Raum“ unter Leitung von A. Kreuz (KR1569/1).
     
  • 2000-2005 DFG-Einzelantrag „Archäobotanische Großrestuntersuchungen zur früh-, mittel- und jungneolithischen Landwirtschaftsentwicklung und Landschaftsnutzung in Hessen (und der Vorderpfalz)“ unter Leitung von A. Kreuz (KR1596/2) gemeinsam mit J. Lüning - Projektbeschreibung.
     
  • 2001-2003 DFG-Einzelantrag „Archäobotanische Großrestuntersuchungen zu Landwirtschaft und Umwelt der mittellatène- bis kaiserzeitlichen Siedlung Mardorf 23, Lkr. Marburg-Biedenkopf“ unter Leitung von A. Kreuz (KR1596/3) gemeinsam mit M. Meyer - Projektbeschreibung.
     
  • 2004-2010 DFG- Schwerpunktprogramm „Frühe Zentralisierungs- und Urbanisierungsprozesse. Zur Genese und Entwicklung frühkeltischer Fürstensitze und ihres territorialen Umlandes.“ (SPP 1171) unter Leitung von D. Krausse und J. Biel: Einzelantrag „Botanische Großrestuntersuchungen im Umfeld frühkeltischer Fürstensitze und zentraler Orte in Hessen und der Pfalz“ unter Leitung von A. Kreuz (KR1569/5) - Projektbeschreibung
     
  • 2010-2014 Deutsch-französisches DFG-Projekt „Die Anfänge sozialer Komplexität: Erdwerke, Rohstoffnutzung und Territorialität im Neolithikum. Deutsch-französische Forschungen zur Michelsberger Kultur“ (MK-Projekt) unter Leitung von F. Lüth, J-P. Demoule und in Hessen von D. Gronenborn - Projektbeschreibung.