Archäobotanik

Wie lebte Familie Feuerstein wirklich? Was speisten die Kelten zu Mittag? Rauschen die Wälder tatsächlich schon ewig? Wann kamen erstmalig Kirschen nach Hessen? Archäobotanische Pflanzenfunde archäologischer Ausgrabungen bringen Erkenntnisse zur Umwelt, Landwirtschaft und Ernährung unserer Vorfahren ans Tageslicht.

Themen
Die Pflanzenfunde aus den Erdproben werden unter dem Mikroskop bestimmt und im Anschluss nach Arten und den Materialgruppen Holz, Samen/Früchte, Spelzen usw. getrennt inventarisiert.
Archäobotanische Spurensuche
Von den Menschen im Boden deponierter Müll sowie Überreste aller Bereiche des Alltags liefern Einblicke in die Pflanzennutzung und Umwelt vergangener Jahrtausende.
Neben der wissenschaftlichen Bearbeitung und Dokumentation gehören auch Bildung und Vermittlung durch Öffentlichkeitsarbeit und Lehre zu den Aufgaben der Archäobotanik.
Fachleistungen
Zeugnisse, Überreste oder Spuren pflanzlichen Lebens werden gemäß hessischem Denkmalschutzgesetz wissenschaftlich untersucht, dokumentiert, dauerhaft inventarisiert und publiziert.
Das gemeinsame Verzehren von Nahrungsmitteln ist ein grundlegendes Ritual menschlicher Gesellschaften: als Beispiel ein Erbseneintopf mit „vorgeschichtlichen“ Zutaten.
Ernährung
Speisen vermitteln die Weltanschauung und wirtschaftliche Situation oder Rangordnung ihrer Konsumenten.
Das archäobotanische Datenbankprogramm ArboDat erfüllt den politischen Auftrag einer nachhaltigen Archivierung mit öffentlichen Mitteln erhobener Daten für die Zukunft: hier die Daten-Eingabemaske.
Datenarchiv ArboDat
Moderne archäobotanische Untersuchungen liefern Daten und Antworten für biologische und kulturhistorische Fragen.
Der derzeitige Forschungsstand umfasst 194 untersuchte Fundstellen, deren archäobotanische Daten und Funde von der Arbeitsgruppe in Wiesbaden sachgerecht inventarisiert wurden.
DFG-Projekte
Archäobotanische Forschungsprojekte finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG .