„Staff ride“ zum Römerkastell Saalburg

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Eine Zeitreise - „staff ride“ zum Römerkastell Saalburg
Eine Zeitreise - „staff ride“ zum Römerkastell Saalburg

Am 21.März besuchten 30 Teilnehmer der Verwaltung der U.S. Army Garrison Wiesbaden im Rahmen ihres „staff ride" auf Einladung der hessenARCHÄOLOGIE das Römerkastell Saalburg.
 
Der Fokus dieser ganztägigen Fort- und Teambildung in Begleitung der scheidenden Wiesbadener Standortkommandeurin Oberst Mary L. Martin lag dabei auf dem Vergleich der antiken römischen Armee mit der heutigen U.S. Army.
 
Bereits am 07.März erhielten die Teilnehmer- und -innen bei einem Vortrag von Saalburgdirektor Dr. Carsten Amrhein und Dr. Carola Murray-Seegert, einer freien Mitarbeiterin der Saalburg und gebürtigen Amerikanerin, im Rahmen eines Briefings im Funddepot der hessenARCHÄOLOGIE umfangreiche Informationen zur Geschichte des Limes. Die Präsentation ausgewählter Funde der Ausgrabungen, die dem Neubau der Housing Area Newman Village in Wiesbaden „Army Field" vorausgingen, vermittelten in Kombination mit einer Bannerausstellung zu diesem Thema, einen Eindruck der Arbeit der hessischen Landesarchäologie.
 
Beim Termin am 21. März auf der Saalburg erläuterte Dr. Murray-Seegert den Teilnehmern bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten zunächst die Verwaltungsstrukturen und den Dienstablauf einer römischen Garnison an der Grenze des Römischen Imperiums. Die Übungen mit Pfeil und Bogen und den schweren Holzschilden der römischen Soldaten hinterließen nicht nur einen nachhaltigen Eindruck, sondern zeigten auch wie gut trainiert ein römischer Soldat vor 2.000 Jahren gewesen ist.
Nach der Mittagspause in der Taberna folgte für die Besuchergruppe ein Rundgang zum Limes und das Lagerdorf. Die Anprobe von ziviler Kleidung einerseits als auch das Anlegen von römischer Rüstung stand am Ende des Programms. Nicht verschwiegen soll an dieser Stelle, dass gerade das Tragen der schweren Rüstungselemente großes Stauen und Respektsbekundungen hervorrief.
 
Beim abschließenden Seminar unter der Leitung von Oberst Martin besprachen die Teilnehmer und -innen ihre Eindrücke und stellten trotz des großen zeitlichen Unterschiedes von über 2000 Jahren erstaunliche Übereinstimmungen zwischen antiker römischer und amerikanischer Armee bezüglich der Befehlsstrukturen, des täglichen Dienstablaufes, der Kommunikation sowie des Umganges mit den verschiedenen Religionen innerhalb der Armee fest.
 
Diese „Zeitreise" war für alle Beteiligten eine äußerst interessante Erfahrung!