Der Elisabethenbrunnen in Bad Homburg v. d. Höhe

Unter dem wachsamen Auge der Hygieia, der griechischen Göttin der Gesundheit, entspringt im Kurpark in Bad Homburg v. d. Höhe die Elisabethenquelle. Mit ihrer prachtvollen Brunnenfassung in griechischer Formsprache ist sie bis heute ein beliebtes Ausflugsziel und niemand geringeres als der bekannte Chemiker Justus Liebig bezeugte die Wirksamkeit der Quelle. Für diesen Monat werfen wir einen genaueren Blick auf den Elisabethenbrunnen in Bad Homburg, unser Denkmal des Monats.

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Elisabethenbrunnen in Bad Homburg v. d. Höhe
Weithin sichtbar ist der Elisabethenbrunnen ein zentrales Element des Bad Homburger Kurparks.

Die Elisabethenquelle bildete seit ihrer zufälligen Wiederentdeckung durch den Medizinalrat Eduard Trapp im 19. Jahrhundert das Zentrum der Trinkkur in Bad Homburg v.d. Höhe. Die Nutzung der Bad Homburger Quellen zur Salzgewinnung wurde zuvor in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts aufgegeben und die Quellen daraufhin verschüttet, ehe sie für das Kurwesen neu entdeckt wurden. Die heutige Brunnenfassung der nach Landgräfin Elisabeth benannten Quelle entstand bereits im frühen 20. Jahrhundert. Insgesamt fünfmal wurde die Brunnenanlage umgestaltet, unter anderem entwarf Louis Jacobi 1871 eine Fassung mit Mosaikboden.

1916-18 gestaltete der Berliner Bildhauer Hans Dammann die letzte Fassung der Brunnenanlage, basierend auf den Vorstellungen Kaiser Wilhelms II. Dessen Vorliebe für die antike Formensprache findet sich auch heute noch in den roten Sandsteinsäulen und den Karyatiden, den weiblichen Skulpturen, die das eigentliche Quellenhäuschen zieren. Zwei halbrund geführte Freitreppen verbinden den Brunnen mit einem höhergelegenen, von weit her sichtbaren offenen Rundbau in Form eines griechischen Tempels. In dessen Mitte thront eine marmorne Statue der Hygieia, der griechischen Göttin der Gesundheit und Schutzpatronin der Apothekerinnen und Apotheker.

Mit dem Denkmal des Monats stellen wir Ihnen unter unserem Jahresmotto „Kurorte 2021“ bedeutende Kuranlagen in Hessen vor. Die kunstvoll gestalteten Zentren der hessischen Kurlandschaft waren in früheren Jahrhunderten ein wesentlicher Bestandteil des Gesundheitswesens und schufen eine heilsame Umgebung, die ganz dem Wohlergehen und dem Müßiggang diente.

Lars Görze M.A.. Landesamt für Denkmalpflege Hessen