Vermittlungsarbeit in der Marienschule in Offenbach

12–14jährige Mädchen im Rahmen eines Workshops ganz praktisch an das Thema „Archäologie und Restaurierung“ heranzuführen – diese Idee entstand im Geschichtsunterricht des Mädchengymnasiums Marienschule in Offenbach. Daher besuchte Mitte März ein Mitarbeiter der Archäologischen Restaurierungswerkstatt am Landesamt für Denkmalpflege Hessen, hessenARCHÄOLOGIE, die Schule.

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Restaurator Daniel Usher im Klassenraum
Restaurator Daniel Usher gab interessante Einblicke in die Arbeit der Archäologischen Restaurierungswerkstatt während eines Workshops im Fach Geschichte an der Marienschule in Offenbach.

Zwei Klassen nahmen an diesem Workshop teil, für den jeweils zwei Schulstunden vorgesehen waren. Am Anfang stand ein Vortrag mit dem Thema „Archäologie und Restaurierung: vom Fund auf der Ausgrabung zum Objekt in der Vitrine“. Im praktischen Teil konnten sie sich, jeweils in Kleingruppen, die zu bearbeitenden Fundobjekte aussuchen.

Aktives Mitmachen bereits während der Präsentation

Schon bei der Präsentation brachten sich die jungen Zuhörerinnen intensiv ein: So wurden zum Beispiel noch nicht freigelegte und restaurierte Objekte vorgestellt – verbunden mit der Frage, um was es sich dabei jeweils handeln könnte. Der „AHA-Effekt“ war jedes Mal sehr groß, nachdem die jeweiligen Fragen mit der Präsentation des restaurierten Fundstückes aufgelöst wurden. Selbst in der anschließenden Pause entspannten sich angeregte Diskussionen zu dem soeben Gehörten und Gesehenen!

Danach folgte der praktische Teil dieses Workshops in Kleingruppen. Unter Anleitung des Restaurators konnten die mitgebrachten Fundobjekte in die Hand genommen und von allen Seiten ausgiebig begutachtet werden: Repliken von Fibeln, Münzen, Schmuck, Keramikscherben und Metallobjekte aus unterschiedlichen Zeitepochen. Es entstanden so angeregte Gespräche über das Material, die Herstellung und den Zweck der Objekte. Natürlich war auch die zeitliche Einordnung stets ein spannendes Thema. Moderiert und befördert wurde dies durch die Fragen und Erläuterungen seitens des Restaurators. Im Anschluss präsentierten die Mädchen die Ergebnisse zu „ihren“ jeweiligen Fundstücken den übrigen Gruppen.

Insgesamt waren es vier sehr erfolgreiche Stunden mit den Schülerinnen – die engagierte und aktive Teilnahme bei diesem Einblick in die Arbeit der Archäologischen Restaurierungswerkstatt sprach dafür. Und auch das immer noch weit verbreitete Klischee der stets nach Goldschätzen suchenden Archäologinnen und Archäologen konnte ausgeräumt werden!