20 Jahre hessenARCHÄOLOGIE – Jahrbuch für Archäologie und Paläontologie in Hessen

Vor zwei Jahrzehnten initiierte Prof. Dr. Egon Schallmayer als neuer Landesarchäologe die Jahrbuchreihe hessenARCHÄOLOGIE, deren Titel vom gleichnamigen Konzept zur Neuformierung der Landesarchäologie aus dem Jahr 2001 abgeleitet ist und bis heute die Fachabteilung für Archäologie und Paläontologie des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen bezeichnet.

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Foto 20 Jahre Jahrbuch hessenARCHÄOLOGIE Jahrbuch - zu sehen sind alle bisher erschienen Bände
Cover der Bände 2001 bis 2019

Von Beginn an hat die ununterbrochen jährlich erscheinende populärwissenschaftliche Zeitschrift in Buchform als ein Element der zeitnahen Vermittlung archäologischer und paläontologischer Aktivitäten im Land an eine breite Öffentlichkeit gedient.

Um neben Fachleuten auch interessierte Laien als Leserschaft zu erreichen, bieten mittlerweile mehr als 1.200 allgemein verständliche, reich bebilderte und zumeist kurze Einzelbeiträge facetten- und aufschlussreiche Einblicke in aktuelle Prospektionen, Ausgrabungen, Konservierungsmaßnahmen im Gelände, Forschungsarbeiten, Projekte der archäologischen Restaurierung und der paläontologischen Präparation sowie in die Vermittlungsaktivitäten von Museen und Öffentlichkeitsarbeit. Bei den zahlreichen Autorinnen und Autoren der hessenARCHÄOLOGIE handelt es sich nicht nur um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesarchäologie; vielmehr gehören sie unterschiedlichen öffentlichen Einrichtungen – darunter Untere Denkmalschutzbehörden, Museen, Universitäten und sonstige Forschungseinrichtungen –, fachlich anerkannten Vereinen sowie beauftragten Fachfirmen an.

Der inhaltliche Aufbau der Bände verzichtet auf eine vordergründige Kapiteleinteilung; dennoch liegt der Beitragsabfolge trotz der „fließenden“ Struktur im Hintergrund ein Schema zugrunde: Am Anfang steht seit Band 2013 ein gemeinsamer Rückblick des Landesarchäologen sowie des Direktors des Römerkastells Saalburg und der Direktorin der Keltenwelt am Glauberg auf das Berichtsjahr. Anschließend folgen zuerst Beiträge zu paläontologischen, danach solche zu archäologischen Themen, wobei sich die Abfolge vorrangig an der sog. Zeitleiste gemäß den chronologischen Schwerpunkten der behandelten Themen orientiert. Den Abschluss bilden Aufsätze zum Aufgabenfeld Vermittlung durch Museen und Öffentlichkeitsarbeit. Zur Orientierung der Leserschaft sind den Beiträgen eine erläuternde Chronologietabelle und eine Übersichtskarte Hessens mit den im Band behandelten Orten vorangestellt, an denen archäologische bzw. paläontologische Aktivitäten im Berichtsjahr stattfanden.

Seit 2012 sind als „Ableger“ des Jahrbuches im Rahmen einer begleitenden Schriftenreihe mit gleicher populärwissenschaftlicher Ausrichtung fünf Sonderbände erschienen. Es handelt sich jeweils um Sammelbände zu Einzelthemen, darunter archäologische Großprojekte, eine Bestandsaufnahme sowie eine Hommage an den Initiator der hessenARCHÄOLOGIE.

Als Zwischenfazit lässt sich feststellen, dass sich das Jahrbuch während der beiden vergangenen Jahrzehnte zu einer bei interessierten Laien beliebten und vom Fachpublikum wertgeschätzten Zeitschrift gemausert hat. Angesichts der Resonanz geht man sicherlich mit der Aussage nicht fehl, dass der stetig behutsam weiterentwickelten hessenARCHÄOLOGIE mittlerweile sogar die Rolle eines Flaggschiffs unter den von der Landesarchäologie herausgegebenen Publikationen zukommt.

Eine Bildergalerie mit den Titeln aller Jahrbuchausgaben mag einen Eindruck von behandelten Themen vermitteln; zudem stellen wir für Recherchen auch zwei Beitragsregister der Bände 2001–2020 – sortiert nach Autoren und Landkreisen  – zum Download zur Verfügung.

06.11.2021
Dr. Stefan Thörle, Landesamt für Denkmalpflege Hessen, hessenARCHÄOLOGIE

Das Jahrbuch 2020

Das neue Jahrbuch hessenARCHÄOLOGIE 2020 finden Sie hier!